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Aktuell Europa

Polnische Nationalisten demonstrieren gegen Ausländer

Am Unabhängigkeitstag haben zehntausende Polen an einer fremdenfeindlichen Demonstration teilgenommen - unter ihnen auch vermummte Hooligans. Ihr Aufmarsch wurde von einem großen Polizeiaufgebot begleitet.

Es war einer der größten Märsche rechtsnationalistischer Bürger. Die Menschen skandierten nationalistische Slogans: "Polen den Polen" und "Gott, Ehre, Vaterland". Vermummte und maskierte Demonstranten mischten sich unter die übrigen Teilnehmer. Laut Polizei nahmen mindestens 25.000 Menschen teil, 50.000 waren es nach Angaben der Organisatoren.

EU-Flagge verbrannt

Während des Marsches von der Innenstadt zum Nationalstadion ging eine EU-Flagge in Flammen auf. Neben den EU-feindlichen Parolen wurden auf dem rechtsnationalistischen Demonstrationszug auch anti-islamische Plakate geschwenkt. Immer wieder knallten Feuerwerkskörper, bengalische Lichter hüllten den Marsch in Rauch. Die Polizei hielt sich zurück und ließ ihre Einsatzkräfte im Hintergrund. Anders als in den Vorjahren blieben Zwischenfälle aus. Auch zahlreiche Familien nahmen an dem "Unabhängigkeitsmarsch" teil.

Am Unabhängigkeitstag ziehen zehntausende Demonstranten durch die Straßen von Warschau. (Foto: picture alliance/AP Photo/C. Sokolowski)

Die Straßen von Warschau sind mit rechten Demonstranten gefüllt

Rechtsextreme Organisationen hatten zu der Demonstration aufgerufen. Am 11. November wird in Polen die Wiedererlangung der Unabhängigkeit im Jahr 1918 gefeiert, nachdem das Land 123 Jahre lang zwischen Russland, Preußen und Österreich aufgeteilt war. In den Vorjahren war es wiederholt zu schweren Ausschreitungen gekommen, als gewaltbereite Hooligans die Polizei angriffen.

pab/uh (dpa, afp)

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