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Aktuell Asien

Polizistin tötet ISAF-Mitarbeiter

Bei neuen "Insider-Angriffen" werden in Afghanistan ein Mitarbeiter der Nato-Schutztruppe ISAF und fünf einheimische Polizisten getötet. Sie sollten für Sicherheit nach dem Abzug der Alliierten sorgen.

In der afghanischen Hauptstadt Kabul hat eine Polizistin einen Mitarbeiter der Alliierten erschossen. Wie die Internationale Schutztruppe für Afghanistan (ISAF) mitteilte, wurde die Frau festgenommen. Sie habe die Tat auf einem Polizeigelände verübt. Lokale Medien berichteten, das Opfer sei ein US-Militärberater der afghanischen Polizei. Aus afghanischen Sicherheitskreisen hieß es, die Angreiferin habe Polizeiuniform getragen und die Tat im Hauptquartier der afghanischen Polizei verübt.

Auch im Norden Afghanistans wurde ein Anschlag verübt: Ein Polizist erschoss dort fünf Kollegen, die von US-Soldaten ausgebildet wurden, um nach dem Abzug der Alliierten für die Sicherheit zu sorgen. Der Täter sei anschließend zu den aufständischen Taliban übergelaufen, sagte der Polizeichef der Provinz Dschawsdschan, Abdul Asis Gairat.

"Attacken von innen"

Seit geraumer Zeit machen der ISAF sogenannte Insider-Attacken zu schaffen. Dadurch wurden im Laufe dieses Jahres fast 60 Nato-Soldaten getötet. Oft stecken die radikalislamischen Taliban dahinter, die die Sicherheitskräfte unterwandern. Ziel ist es, das Vertrauen der Alliierten in ihre afghanischen Partner zu unterminieren.

Die Nato plant, bis Ende 2014 ihre Kampftruppen aus Afghanistan abzuziehen. Bis dahin sollen einheimische Polizisten und Soldaten so weit ausgebildet werden, dass sie allein für Sicherheit sorgen können.

det/wl (afp, dapd, dpa, rtr)

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