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Aktuell Amerika

Polizist in Ferguson angeschossen

Die US-Kleinstadt Ferguson kommt nicht zur Ruhe. Nachdem Anfang August ein Polizist einen unbewaffneten Jugendlichen erschossen hatte, ging die Bevölkerung auf die Straße. Jetzt gab es wieder Schüsse.

Ein Sprecher der St. Louis County Police bestätigte gegenüber Journalisten, dass ein Kollege in den Arm geschossen worden sei. Die Tat soll sich ereignet haben, als der Polizist zwei verdächtige Personen verfolgte. Über die Täter ist noch nichts bekannt. Auch nicht, ob sie ebenfalls angeschossen wurden. Der zuständige Polizeichef erklärte lediglich, dass er keinen Zusammenhang zum Fall Michael Brown sehe.

Der 18-jährige Brown war am 9. August bei einer Auseinandersetzung mit einem Polizisten erschossen worden. Die Tat erschütterte ganz Ferguson - einen Vorort von St. Louis im Bundesstaat Missouri. Die rund 20.000 Einwohner sind überwiegend Afro-Amerikaner, während sich die Polizei vor Ort zu großen Teilen aus weißen Beamten zusammensetzt. Die Bevölkerung wirft den Einsatzkräften vor, sie gezielt zu schikanieren. Auch während der darauffolgenden Proteste ging die örtliche Polizei zunächst mit großer Härte vor.

Der Polizeichef von Ferguson, Thomas Jackson, hat mittlerweile Versäumnisse eingeräumt. Die friedlichen Demonstranten, die sich über einen unverhältnismäßigen Gewalteinsatz der Polizei beklagt hatten, bat er um Entschuldigung. "Ich bedaure, dass viele nicht das Gefühl hatten, dass ich genug unternommen habe, um ihr in der Verfassung verankertes Recht auf Demonstrationen zu schützen", erklärte Jackson in einer Stellungnahme im Internet. Einen Rücktritt schließt er allerdings aus.


djo/haz (ap, afp, dpa)