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Aktuell Europa

Polizei sucht nach Komplizen des Attentäters von Toulouse

Nach dem Tod des mutmaßlichen Attentäters von Toulouse sucht die französische Polizei nach möglichen Mittätern. Nach Angaben von Präsident Sarkozy wurden entsprechende Ermittlungen eingeleitet.

Die Untersuchungen würden weitergeführt, um "alle Komplizen" ausfindig zu machen. Die Ermittler hatten bereits den Bruder Merahs in Polizeigewahrsam genommen.

Nach Angaben des leitenden Staatsanwaltes François Molins wurde der mutmaßliche Serienmörder von Toulouse von einem Scharfschützen mit einem Kopfschuss getötet. Elite-Polizisten hätten zuvor mit Video-Robotern das Innere des Hauses erforscht und seien anschließend durch Fenster und Türen in die Wohnung eingedrungen. Plötzlich sei der Verdächtige aus dem Badezimmer gestürmt und habe mit mehreren Waffen das Feuer auf die Beamten eröffnet, die daraufhin zurück schossen. Nach einem mehrminütigen Schusswechsel sei der Mann dann aus dem Fenster gesprungen und habe mit der Waffe in der Hand weiter gefeuert. Ein Polizist sagte nach dem Einsatz, er habe noch nie einen so schweren Angriff erlebt. Der französische Innenminister Claude Guéant hatte angeordnet, den mutmaßlichen Täter möglichst lebend zu fassen, um ihn vor Gericht zu stellen.

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Der mutmaßliche Serienmörder ist tot



Sakozy kündigt Konsequenzen an

Präsident Nicolas Sarkozy gratulierte den Einsatzkräften. Die Regierung werde nun Lehren ziehen, sagte er. Künftig werde jeder, der im Internet zu Hass aufrufe, bestraft.

Die Polizei hatte den 23-Jährigen in der Nacht zum Mittwoch aufgespürt und das Haus belagert. Der algerischstämmige Franzose bekannte sich dazu, in den vergangenen Tagen im Großraum Toulouse sieben Menschen erschossen haben, darunter drei Kinder vor einer jüdischen Schule. In Gesprächen mit der Polizei gab er an, Mitglied des islamistischen Terrornetzwerks Al-Kaida zu sein.

Zweimal war er den französischen Ermittlern zufolge in Afghanistan und in Pakistan. Damit würde Mohammed Merah zu jenen militanten Islamisten gehören, bei deren Taten eine vorherige Ausbildung in Terrorcamps eine zentrale Rolle gespielt haben könnte. In solche Camps zog es nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden seit den 1990er Jahren auch rund 255 Menschen aus Deutschland.

hf/rb (rtrd, afpd, dapd)

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