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Innere Sicherheit

Polizei probt Reaktion auf Terroranschlag

Hunderte Einsatzkräfte üben in Kiel für den hoffentlich nicht eintretenden Ernstfall: Drei fiktive Anschlagsszenarien exerzieren sie im Laufe des Tages durch. Es ist eine der größten Übungen dieser Art in Deutschland.

Etwa 1100 Polizisten aus sieben Bundesländern und 400 Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Technischen Hilfswerks und der Bundeswehr nehmen an der Übung in Kiel teil. Sie werden mit drei Anschlagsszenarien konfrontiert. Auf dem Gelände des Flughafens Kiel-Holtenau wird ein Angriff auf eine Feier simuliert. Zudem sollen ein Bus unter einer Brücke explodieren und eine Geiselnahme in einem Verlagshaus verübt werden.

Die fiktiven Anschlagsorte werden für die Dauer der Übungen abgesperrt. Allerdings werden die Kieler an anderen Stellen etwas von den Einsätzen mitbekommen. "Es wird für die Öffentlichkeit sichtbare und nicht sichtbare Maßnahmen geben", sagte der schleswig-holsteinische Landespolizeidirektor. So werden an verschiedenen Orten - etwa am Bahnhof und auf der Autobahn - echte Personenkontrollen durchgeführt. Zudem sollen Hubschrauber über der Stadt kreisen.

Zeitgleich: Debatte im Bundestag

Während die Einsatzkräfte in Kiel den Ernstfall proben, stimmt der Bundestag in Berlin über schärfere Sicherheitsgesetze ab. So sollen etwa verurteilte Extremisten zum Tragen einer Fußfessel verpflichtet werden können und Airlines ihre Fluggastdaten an das Bundeskriminalamt weiterleiten. Auch geht es um Gesetze zur besseren Bekämpfung von Cyberterrorismus.

Darüber hinaus will die große Koalition Polizeibeamte besser vor tätlichen Übergriffen schützen und das Bundeskriminaltamt (BKA) neu ordnen. Bundesinnenminister Thomas de Maizière sprach von einer "grundlegenden Modernisierung der Informationstechnik der Polizei". Hintergrund der neuen Gesetze ist die anhaltende Gefahr eines Terroranschlags in Deutschland.

mrk/mak (dpa, ndr)

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