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Aktuell Amerika

Polizei in Baltimore räumt Fehler ein

Nach dem Tod eines jungen Schwarzen nach seiner Verhaftung in Baltimore gehen die Untersuchungen weiter. Druck kommt auch von der Straße. Jetzt gab es erste Ergebnisse.

Der 25-jährige Schwarze, der in Polizeigewahrsam an den Verletzungen nach seiner Festnahme starb, hätte sofort medizinische Hilfe bekommen müssen. Das räumte die Polizei in Baltimore jetzt ein. In einer Pressekonferenz erklärte Kevin Davis, der die polizeiliche Untersuchung des Vorfalls leitet, dass drei Polizisten den Schwarzen über mehrere Häuserblocks verfolgt hätten und ihn dann stellten. Videos von der Festnahme zeigen, wie die Beamten den Mann auf einem Gehweg festhalten, bevor sie ihn zu einem Polizeibus schleifen. Der Mann schrie vor Schmerz.

Dies sei der Moment gewesen, so Davis, wo der Festgenommene medizinische Hilfe benötigt hätte, "und diese bekam er nicht". Der 25-Jährige war am Sonntag an einer Wirbelsäulenverletzung gestorben – eine Woche nach seiner Festnahme. Sechs Polizisten wurden bereits entlassen.

Proteste gegen Polizeigewalt

Der Vorfall hatte in der US-Großstadt Proteste ausgelöst, die aber weitgehend friedlich verliefen. Für Samstag wird ein Protestmarsch mit etwa 10.000 Menschen durch die Innenstadt erwartet.

Der Tod des Schwarzen ist der jüngste bekannt gewordene Fall von Polizeigewalt in den USA, die eine landesweite Debatte ausgelöst hatte. Im August vergangenen Jahres wurde ein unbewaffneter schwarzer Teenager in Ferguson von einem Polizeibeamten erschossen. Anfang April tötete ein Polizist in North Charleston einen Mann, der während einer Fahrzeugkontrolle weglief, mit acht Schüssen in den Rücken.

fab/qu (afpe, rtre)

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