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Aktuell Europa

Polizei befreit Geiseln in Toulouse

Sieben Stunden verschanzte sich in Toulouse ein Kidnapper, der sich als Al-Kaida-Mitglied ausgab, mit seinen Geiseln in einer Bank. Dann stürmte die Polizei das Gebäude. Die Geiseln blieben unverletzt.

Der bewaffnete Mann war gegen zehn Uhr in eine Filiale der Bankgruppe Crédit Mutuel-CIC im Zentrum der südfranzösischen Stadt eingedrungen und hatte Geld verlangt. Als die Angestellten ihn nicht ernst nahmen, feuerte er laut Polizei einen Schuss ab und brachte zunächst vier Menschen in seine Gewalt, zwei Frauen ließ er später frei. Über mehrere Stunden hinweg versuchten die Beamten in Verhandlungen auch die anderen beiden Geiseln freizubekommen. Als das keinen Erfolg brachte, entschloss sich die Polizei nach fast sieben Stunden Nervenkrieg schließlich zur Stürmung der Bank. Sie befreite die beiden verbliebenen Geiseln, die unverletzt blieben, der Geiselnehmer wurde angeschossen.

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Geiselnahme in Toulouse beendet

Befürchtungen, dass es sich bei dem Täter um einen radikalen Islamisten handelt, bestätigten sich nicht. Laut Ermittlern handelt es sich um einen psychisch kranken Mann zwischen 25 und 30 Jahren. Er gab sich selbst als Mitglied von Al-Kaida aus.

Geiselnahme wirkt wie ein Deja-vu

Die Geiselnahme erregte in Frankreich besondere Aufmerksamkeit, weil sie sich in Toulouse ereignete. Erst im März hatte dort ein Anhänger von Al-Kaida mit einer Bluttat für Entsetzen gesorgt. Damals hatte Mohamed Merah sieben Menschen erschossen. Seine Opfer waren drei französische Soldaten sowie drei Kinder und ein Lehrer einer jüdischen Schule. Merah wurde am 22. März bei der spektakulären Stürmung seiner Wohnung durch Kräfte der Spezialeinheit Raid getötet.

qu/wl (dpa, afp, ape)

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