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Forum

Politik direkt Forum vom 31.01.2013

11.2007 DW-TV Politik direkt Forum Archiv deu

Die Sendung:

Herrenwitze und Anmache - Deutschland debattiert über Sexismus / Mehr Klarheit über den Nazi-Terror? - ein Jahr NSU-Untersuchungsausschuss / Der Terror der Abtreibungsgegner - Skandal um katholische Radikale / Pfleger dringend gesucht - wer kümmert sich um die Alten?

Reaktionen unserer Zuschauer:

René Junghans, Brasilien

"Sexismus: Haben die Menschen in Deutschland wirklich nichts Besseres zu tun, als über solch ein Thema zu debattieren? Sexismus gehört doch zum Leben wie unser täglich Essen, ich meine, es ist sogar das A und O eines ausgeglichenen Lebens. In Brasilien wäre solch eine Debatte undenkbar, daher sind die Menschen hier wohl auch viel glücklicher. Während in Deutschland die Menschen eher griesgrämig und schlecht gelaunt sind, wird bei uns das Leben auf die leichte Schulter genommen und das geht wohl ohne Sexismus nicht.
Abtreibungsgegner: Jede Frau ist für ihren Körper selbst verantwortlich. Man sollte keiner Frau aufzwingen, ein Baby in die Welt zu setzen, wenn sie es nicht seit der Zeugung liebt und bereit ist, dieses mit Liebe aufzuziehen und dafür auch Opfer zu bringen. Ohne Abtreibung gäbe es unseren Planeten schon lange nicht mehr. Die Menschheit wäre längst wegen absoluter Überbevölkerung zu Grunde gegangen. Ein Schicksal, das bis zum Ende dieses Jahrhunderts ohnehin auf uns wartet, sofern keine radikale Geburtenkontrolle eingeführt wird, was bei der Vielseitigkeit an Glaubensgemeinschaften unmöglich scheint. Und da ist der Widerspruch zum nächsten Thema (Alterspflege), irgendwann wird der Planet alt, es wird entweder Kinder geben, um sich um die Alten zu kümmern, oder es wird keine Kinder geben, damit unser Planet sich von der Überbevölkerung erholt. Eine düstere Zukunft, die es irgendwie zu koordinieren gilt.
Pfleger dringend gesucht: Das derzeitige Problem in Deutschland ist, die Leute wollten keine Kinder, jetzt haben sie niemand, um sich um die Alten zu kümmern. Das war voraussehbar. Verschlimmert wird die Situation dadurch, dass in Deutschland leider weiterhin eine stark ausgeprägte Fremdenfeindlichkeit herrscht, dazu noch viel zu viel Bürokratie, um eine Arbeitserlaubnis zu bekommen, weshalb viele möglichen ausländischen Pflegehelfer lieber im eigenen Land bleiben."

Hannelore Krause, Deutschland

"Herrenwitze: Früher nannte man es Flirten, heute ist die Rede von Sexismus. Frauen, besonders schöne oder reizvolle Frauen, waren schon immer die Begierde des männlichen Wesens. Das ist ja vielleicht auch ein ganz normaler Vorgang. Frauen haben es schon immer verstanden, Blicke auf sich werfen zu lassen. Die Röcke konnten nicht kurz genug sein und das Dekollete ließ oft tief blicken. Frau Himmelreich als Journalistin hätte doch die nötige Frauenpower besitzen müssen, Herrn Brüderle sofort auf seinen Fauxpas aufmerksam zu machen und nicht einJahr zu warten, um zu einem bestimmten Augenblick die Katze aus dem Sack zu lassen und die halbe Frauennation auf den Plan zu rufen. Ich finde die Sache etwas lächerlich. Wenn dies so geschehen wäre - wie oben gesagt - wäre die Sache erledigt gewesen. Hat unsere Gesellschaft wirklich nichts Besseres im Sinn als Sexismus - ich meine, gibt es keine ernsteren Themen in unserer Zeit?

Pflegenotstand: Wenn man Pfleger und Pflegerinnen etwas mehr entlasten würde durch Menschen, die nicht unbedingt darauf ausgebildet sind, sondern einfach für die Alten in den Alten- und Pflegeheimen Mensch sind, ihnen Ansprache geben, ihnen zuhören oder sie anderweitig unterhalten oder sich kümmern, dann wäre das schon mal ein kleiner Fortschritt. Für derlei Arbeiten finden sich nicht nur Ehrenamtliche; man müsste auch einen Anreiz in Form von Bezahlung bieten. Vielleicht würde sogar mancher Wohltatenempfänger diesbezüglich tätig werden, wenn er stundenweise dafür bezahlt würde - ohne es in Anrechnung bringen zu müssen. Wir müssen Pflegepersonal nicht unbedingt importieren, weil die meisten unsere Sprache nicht sprechen und Sprachkurse auch viel Geld kosten. Menschen, die ihre Angehörigen ins benachbarte Ausland geben, tun das nicht, weil das Personal fehlt, sondern weil die Pflegekosten bei uns zu hoch sind."

Erwin Scholz, Costa Rica

Anmache

Wenn grau der Kopf und der Verstand,
gewinnt der "Witz" die Oberhand.
Ärgert er erst nach einem Jahr,
schau an man sich auch "Opfers" Haar.

Untersuchungsausschuss

Der Ausschuss untersucht.
Licht ins Dunkel bringen?
Zumindest wirds versucht,
dorthin vorzudringen.

Vergewaltigung

Der gemeinsten Taten eine
und das Opfer bleibt alleine?
Bist "DU" wirklich, hilf ihm bitte,
ob jetzt mit, gegen die Sitte.

Pflegenotstand

Geboren werden, leben, sterben,
ran wollen schließlich auch die Erben,
ist einfach einmal des Daseins Lauf.
Biblisch alt? Die Pflege hats nicht drauf.

Die Redaktion von ‚Politik direkt’ behält sich das Recht vor, Zuschriften zu kürzen.