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Forum

Politik direkt Forum vom 24. 12. 2007

"Was macht einen guten Vater aus?"

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Vater mit Kind

Informationen zum Thema:

Spitzenvater - Warum Tobias Schüttke ausgezeichnet wurde

Seit zwei Jahren schon kürt ein deutsches Familienunternehmen - die Großbäckerei Mestemacher - den Vater des Jahres, einen Mann also, der Beruf und Familie gut unter einen Hut bringt. Die Bewerbungen für 2008 laufen. Tobias Schüttke ist Spitzenvater des Jahres 2007. Der Vater von vier Kindern, im Hauptberuf Sanitär- und Heizungstechniker, hat mit seinem Arbeitgeber eine Vier-Tage-Woche ausgehandelt und die Berufskarriere eingeschränkt. Im Gegenzug hatte seine Frau die nötige Zeit, sich selbständig zu machen. Damit war ein Teil der Kriterien
erfüllt, nach dem der Spitzenvater ernannt wird.. Die Familienministerin ist Schirmherrin des Projekts, denn das neue Vaterbild entspricht durchaus ihren
Vorstellungen und politischen Zielen.

Unsere Frage zum Thema:

"Was macht einen guten Vater aus?"

Antworten unserer Zuschauer:

Martin Burmeister, Venezuela:

"Wie viele andere Väter, bin auch ich kein guter Hausmann, d.h. ich kann nicht kochen, bügeln etc. Trotzdem glaube ich, dass ein guter Vater hauptsächlich für die Erziehung seiner Kinder die Verantwortung trägt und ihnen im Leben immer ein Vorbild sein sollte."

Werner Horbaty, Nicaragua:

"Ein Vater sollte immer für seine Kinder da sein, auch wenn sie schon Erwachsene sind.

Hier gibt es Männer die einfach abhauen, und dann illegal in Costa Rica oder in den Staaten bleiben."

Paul Mamza, Nigeria:

"Ein guter Vater ist jemand, der sich immer um das Wohlergehen seiner Kinder sorgt. Er ist mitfühlend, vertrauenswürdig, jederzeit verantwortungsbewusst und darum bemüht, dass seine Kinder es besser haben als er es hatte. Er ‚navigiert' das Schiff seiner Kinder und assistiert ihnen dabei, ihre Zukunft zu bestimmen. Er muss eine Führungspersönlichkeit sein und ein gutes Beispiel geben. (...) Er muss auch ein guter Zuhörer sein."

Dietmar Lindner, Philippinen:

"Der Elternteil, der arbeiten geht, hat von vornherein die schlechteren Karten. Damit eine vertraute Beziehung zu seinen Kindern entstehen kann, muss ein Vater (oder eine Mutter) zuallererst Zeit investieren. Bei einem Ganztagsjob, bei dem Du mindestens zehn Stunden außer Haus bist, siehst Du Deine Kleinkinder eher selten. Das Wochenende brauchst Du, um Dich zu regenerieren. Selbst bei gutem Willen bleibt zu wenig Zeit, um als Vater gut zu sein. Bei der alten Rollenverteilung war es meist die Mutter, die eine Gefühlsebene zwischen sich und den Kindern herstellen konnte. Ein guter Vater ist nur der, der mit seiner Frau alles teilt: Das Geldverdienen, die Kindererziehung, den Kochlöffel und den Putzlappen."

Annemarie Collins, USA:

"Vielleicht haben die früheren Generationen nicht diese ganzen Spielereien gebraucht, die man in der heutigen Zeit offenbar haben muss. Wenn ich von all diesen Problemen moderner Gesellschaften höre, kann ich nur lachen. Meine Mutter ist nicht arbeiten gegangen, und ich bin offensichtlich auch nicht verhungert. Ich habe sogar genug gelernt, um in jeder Gesellschaft zu überleben ohne um Hilfe zu bitten. Wenn die jungen Leute heutzutage alles auf einmal wollen, dann sollten sie mal darüber nachdenken, ob sie die richtigen Prioritäten gesetzt haben und über ihr angeblich so großes "Opfer" das sie bringen, wenn sie eine Familie gründen."

Waltraud Maassen, Neuseeland:

"Männer, die Kinder wollten, entwickeln sich als gute Väter, sie beteiligen sich aktiv an der Entwicklung ihrer Kinder. Was kann ein Kind mehr erwarten? Väter wie Mütter wachsen in und an ihrer Aufgabe. Für einige ist es die natürlichste Sache in der Welt, andere Eltern tun sich schwerer."

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