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Forum

Politik direkt Forum vom 18. 08. 2011

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Die Sendung:

Die Schuldenkrise in der Euro-Zone verschärft sich. Neben Griechenland und Portugal sind jetzt auch Spanien und Italien in Gefahr. Kanzlerin Merkel und der französische Präsident Sarkozy wollen jetzt gemeinsam für einen starken Euro kämpfen. Mit einer gemeinsamen Wirtschaftsregierung und einer Schuldenbremse sollen Schuldner-Staaten an die Kandare genommen werden. Mit einer Transaktionssteuer Spekulationen eingedämmt werden. Weitere Themen u.a.: kaum Bundesfreiwillige; Politiker gegen Pflanzen

Reaktionen unserer Zuschauer:

René Junghans, Brasilien

"Die Schuldenkrise in der Euro-Zone: Das es soweit kommen würde, "sahen" selbst die Blinden mit dem Krückstock, aber in der Politik scheint es in Brüssel und bei allen Regierungen der Mitgliedsstaaten wohl nicht so weit her zu sein, da scheint die Kristallkugel wohl in Vergessenheit geraten. Man wusste z.B. dass sich Griechenlands korrupte Regierung durch gefälschte Bilanzen in die EU reingemogelt hat und trotzdem bekamen die Griechen ein unfassbares Vermögen von der EU, obwohl dieser Betrag allen Anschein nach niemals mehr zurückgezahlt wird. Portugal, Spanien und Italien sind schon seit langer Zeit auf der Kippe - man vergaß allerdings Irland mit aufzuführen. Man schweige ganz zu den anderen EU-Ländern, die ebenfalls nicht 100%ig sicher sind. Arme Bürger sind jene, die früher oder später diese immense Rechnung bezahlen müssen und das sind ganz gewiss nicht die Einwohner von Griechenland, Portugal, Spanien und Irland, sondern die wenigen, denen es noch etwas besser geht (z.B. Deutschland und Frankreich). Wirklich, die einzige Lösung scheint mir, dass jedes Land seine eigenen Währung wieder einführt, vor allem Deutschland. Da hilft auch keine Transaktionssteuer, sondern nur strenge Schuldenkontrolle und eine deftige Steuererhöhung für alle. Aber genau damit beginnt der Abstieg in die Armut, denn die Steuern sind ja schon unglaublich hoch für die darbenden Arbeiter."


Gerhard Seeger, Philippinen (EU-Schuldenkrise/Merkel-Sakozy)

„Etwas wirklich Neues sagte die Kanzlerin nicht. Die wirtschaftliche Zusammenarbeit ist doch ohnehin ein Bestandteil der EU (oder habe ich das falsch verstanden?) Früher nannte man es EWG, leicht verständlich. Man will es nachvollziehbar, verständlich für alle machen. Was noch mehr Gremien, Moratorien und was sonst noch so gab, sollen, ist nicht mehr nachvollziehbar, außer, dass wahrscheinlich das zu noch mehr Bürokratie führen wird. Die Märkte sind unzufrieden, man kann den Eindruck bekommen, man will und muss es hauptsächlich dem Kapital recht machen - wird doch schon gesagt, das Kapital treibt die Regierungen vor sich her (…). Die Bürger dürfen, jedenfalls zunächst, zahlen für die Rettungspakete, die wen retten? Die Banken (…)? Man kann nur hoffen, dass es zum Befreiungsschlag kommen wird, aber was man bis jetzt so hört, wird es noch etwas dauern. Dieses Mal wird wohl nur noch ein Flicken hinzugefügt.“

Erwin Scholz, Costa Rica

Schuldenkrise

Der Schuldenmatsch der Union
wird immer mehr zur Plag und Fron,
dass gar Fische, die dort zappeln,
schlammbedeckt ans Ufer krabbeln.

Das geht nicht gut, ist höchst fatal.
Man kann nicht sagen, mir egal,
wenn die Flosse kaum noch wackelt,
nicht mehr, was sie tun sollt', paddelt.

Regnen muss es und bescheiden
gilts die Folgen zu erleiden.
Und füllt sich dann der See erneut,
ist dies der Umschwung, liebe Leut.

Mancher mag sich hier nun fragen,
seit den Besserwisser-Tagen,
wieviel Nass denn unentbehrlich...?
Eine Sintflut, ist man ehrlich.

Bundesfreiwillige

Krieger in die Rumpelkammer
und die Hand greif nach dem Hammer,
schlage freiwillig ein Jährchen
Nägel ein, mach wahr ein Märchen.
Wenn dann derart sie Gutes tut,
wo sonst einer Verwaltungs-Wut
allzu oft fehlt rechtes Sinnen,
mag Verstand ins Spiel sich bringen.

Pflanzen-Politik

Genmanipulierte Pflanzen,
um auch morgen noch zu tanzen
auf der abrasierten Erde,
sind wohl nötig für die Herde.

Wenn Politiker jetzt ahnen,
Unrat heft' sich hier an Fahnen,
lasst das Gedöns, es stürz' ein Wall.
Hunger ist ein realer Fall.



Die Redaktion von ‚Politik direkt’ behält sich das Recht vor, Zuschriften zu kürzen.