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Forum

Politik direkt Forum vom 16.08.2012

11.2007 DW-TV Politik direkt Forum Archiv deu

Die Sendung:

Jagd nach Steuersündern - umstrittener Kauf von Bankdaten aus der Schweiz; Leere Versprechen - kann der Atommüll aus der Asse wirklich entsorgt werden?; Jugend in Deutschland - Erfolgsgeschichte Freiwilligendienst; Tod an der Mauer- der Fall Peter Fechter

Reaktionen unserer Zuschauer:

René Junghans, Brasilien

„Jagd nach Steuersündern: Den Kauf von Bankdaten finde ich gerechtfertigt, um Steuerbetrügern auf die Spur zu kommen. Jeder anständige Mensch führt seine Steuern ordentlich ab, aber leider gibt es immer einige Taugenichtse, die den Staat betrügen und damit indirekt die ganze Bevölkerung, vor allem die ärmeren Menschen, denn wenn weniger Steuern eingenommen werden, bleibt auch weniger für Schulen, Gesundheit, Sozialdienst usw. in der Kasse. Steuerhinterzieher gehören eingesperrt. Die meisten sind so reich, die haben diese "Extraeinnahmen" gar nicht nötig.

Leere Versprechen: Ich glaube, der Atommüll kann nicht wirklich entsorgt werden, denn die angerosteten bzw. beschädigten Fässer haben längst den Lagerplatz in Asse verseucht. Es wird wohl für immer ein Risiko bleiben, dass der dortige Atommüll irgendwie in die Umwelt gerät.

Jugend in Deutschland: Freiwilligendienst ist Ehrensache und sollte von jedem jungen Menschen als Ersatz des Bundeswehrdiensts akzeptiert werden. Das hilft den Charakter zu stärken und den jungen Bürgern Verantwortungsbewusstsein beizubringen.

Tod an der Mauer: Es ist traurig genug, dass Deutsche von Deutschen erschossen wurden, nur weil sie in den anderen Teil Deutschlands gelangen wollten, aber nach all den Jahren sollte ein Schlussstrich gezogen werden.“

Hannelore Krause, Deutschland

„Steuersünder: Grundsätzlich ist es nicht in Ordnung, wenn "reiche" Menschen ihren monetären Reichtum in Steueroasen bringen, um im eigenen Land der Besteuerung zu entgehen. Längst sind es auch nicht mehr nur die Reichen. Viele haben Angst um ihr Erspartes und wähnen es woanders in Sicherheit. Geld ist schon immer dahin geflossen, wo es unbeschadet ruhen kann. Und wenn es nicht mehr die Schweiz ist, dann öffnen sich andere Türen. Dass Bundesländer allerdings CDs mit Namen von Steuersündern teuer ankaufen, von sogenannten Datendieben (auch wenn die zu erwartenden Steuereinnahmen wesentlich höher sind), die dabei ein Millionen-Geschäft wittern, ist verwerflich und kriminell. Da könnte ja auch mal jemand ganz incognito auf die Idee kommen, bundesweit Daten von sämtlichen Hartz- IV-Empfängern einzusehen und in Eigen-Regie festzustellen, wie viele schwarze Schafe es unter ihnen gibt, die unberechtigter Weise Geld vom Staat beziehen , um dies anschließend dem Staat gegen Zahlung einer beträchtlichen Summe zu präsentieren. Aber was passiert dann? Viele Reiche haben - im Gegensatz zu den Letztgenannten - viel gearbeitet und nicht nur acht Stunden am Tag. Das Thema Reichenbesteuerung allerdings ist die unendliche Geschichte in unserem Land. Da traut sich keiner so richtig ran, weil man genau weiß, dass Schlupflöcher nicht zu verbarrikadieren sind.

Bundesfreiwilligendienste: Es ist hoch erfreulich, dass es so viele junge Menschen gibt, die sich im sozialen Bereich engagieren. Und der Bedarf wird in den kommenden Jahren immer mehr zunehmen. Man sollte grundsätzlich auch auf die zurückgreifen, die den lieben langen Tag nichts Besseres zu tun haben als nichts zu tun.“

Erwin Scholz, Costa Rica

Steuer-Flucht

Ganz egal, wer regiert, er türmt Schulden.
Der Lohnempfänger muss sie erdulden.
Wer kann, flieht über das schwäbische Meer,
verfolgt vom "Anstand", jetzt hinter ihm her.


Atommüllkippe

In der Asse, tief unten im Salz,
brutzelt der Müll. Geht er auf die Walz,
er möchte gern strahlend entweichen,
bedecken das Land dann halt Leichen.


Freiwilligendienst

Nach den "Zivis" kamen die "Bufdis".
Wer hat sie ersonnen? Die "Gruftis"?
Ob es nun Junge oder Alte,
ihr Handeln wärmt Zeiten, sehr kalte.


Mauer-Mord

Regime, egal welcher Natur,
rauben der Freiheit ihre Struktur.
Vor Wällen sie sich zelebrieren,
statt einfach sich nur zu genieren.

Die Redaktion von ‚Politik direkt’ behält sich das Recht vor, Zuschriften zu kürzen.