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Forum

Politik direkt Forum vom 14. 07. 2011

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Die Sendung:

Deutschland altert so schnell, wie kaum ein anderes Industrieland. Welche Probleme kommen auf Deutschland in Sachen Demografie zu? Beginn unserer mehrteiligen Sommerserie: "Deutschland altert". Jugendliche verstehen nicht, was die Politiker ihnen zu sagen haben: schwierige Kommunikation. Ausländische Fachkräfte - gesucht und abgeschreckt. Und: Bangladesch - schwierige Entwicklungshilfe.

Reaktionen unserer Zuschauer:

René Junghans, Brasilien

„Es rächt sich nun, dass die Deutschen Jahrzehnte lang nur egoistisch an sich selbst dachten, möglichst keine Zeit für Kinder hatten, sondern nur gut vor sich hin lebten. Was man sieht, ist die Veralterung der Bevölkerung, nicht genügend Fachkräfte, nicht genügend Beitragszahler zur Renten- und Krankenversicherung und gleichzeitig die Anfeindung fremder Arbeitskräfte. Es wird wohl soweit kommen, dass die deutsche Industrie nach und nach ihre (Spitzenposition, d.Red.) verliert, die Menschen immer weniger verdienen, die Renten immer geringer ausfallen, der Gesundheitsschutz den Bach runter geht und der liebe Nachwuchs immer rabiater, gewalttätiger, versoffener und drogenabhängiger wird, weil die jungen Menschen ohne die notwendige Elternliebe großgezogen wurden, meist ohne großes Interesse an der Schulausbildung und ohne Hoffnung in die Zukunft. Was die Sache weiterhin anspitzt, sind Politiker die anscheinend keine klare Richtung zu weisen wissen. Man vergeudet zig Milliarden Euros, um andere Ländern zu helfen, aber investiert nicht in die eigene Bevölkerung. Es ist kurz vor zwölf für die Bevölkerung. Was getan werden muss, und zwar unverzüglich: Frauen werden öfters schwanger, Schulen bilden die Kinder besser aus, Industrie und Politik machen die Zuwanderung ausländischer Fachkräfte attraktiver und vor allem sollte die Politik mehr an ihr eigenes Volk denken.“

Gerhard Seeger, Philippinen

„Es wird eng um die Rente. Immer weniger zahlen für immer mehr. In der Sendung wurde gesagt, wir ziehen alle am gleichen Strang. Wirklich alle? Nein, so wäre es, wenn ALLE in eine Kasse zahlen würden (Bürgersteuer). Und für die, die viel haben, sollte es (von wegen Solidarität) selbstverständlich sein, mehr zu zahlen, hat ihnen doch die Masse der Arbeitnehmer, auch noch bei ständig geringer werdenden Lohn, den Reichtum erwirtschaftet. Und wie heißt es so schön im Grundgesetz? "Eigentum verpflichtet". Wenn gesagt wird: Die Alten beuten die Jungen aus, so ist das ein unnötiges Aufhetzen, die Jung gegen die Alten. Zahlt den Jungen lieber anständige Löhne! Aber solche Äußerungen kamen leider auch aus den Reihen ehemaliger hoher Staatsbeamten (auch ein ehemaliger Bundespräsident war dabei), die nie eingezahlt haben (…).“

Hannelore Krause, Deutschland

"Aufstand der Jungen", "Die gierige Generation" - Bücher, die der älteren Generation ungerechtfertigterweise gewidmet sind, den Menschen, die vom Staat eine Rente bekommen für Tätigkeiten, die sie in den zurückliegenden Jahrzehnten geleistet und für die sie auch Geld beim Staat hinterlassen haben. Dass die Menschen immer älter werden und der Nachwuchs immer weniger, ist nicht ein Problem der Alten - vielleicht der Medizin. (Aber ein Sündenbock muss ja gefunden werden!) Hinzu kommen auch circa 3 Millionen Arbeitslose, die nichts in die Sozialsysteme und somit in die Rentenkassen einzahlen. Die Zeiten des Arbeitsbeginns haben sich nach hinten verschoben. Früher waren die Menschen schon mit 15 Jahren im Arbeitsprozess, heute sind sie oftmals Mitte 20 - je nach Länge des Studiums. Und man möchte diesen natürlich auch im entsprechenden Alter wieder verlassen. Aber das geht so nicht. Gott sei Dank stehen von den 20 Millionen Rentnern der Gesellschaft heutzutage sehr viele ehrenamtlich zur Verfügung - weil sie Zeit haben und noch gut drauf sind. Allerdings müssen etliche ihr Budget auch noch mit bezahlter Arbeit aufbessern, weil die Rente klein ist. Vielleicht ist ja der Anreiz für Jungverheiratete noch immer nicht groß genug, mehr Kinder in die Welt zu setzen, wenn auch der Staat viel Verlockendes anzubieten vermag. Viele wollen auch in der heutigen Zeit gar keine Kinder mehr, weil sie so viel besser leben und sich keine Gedanken um deren Zukunft machen müssen."

Erwin Scholz, Costa Rica

Überalterung

"Dass einer altert, ist normal,

nicht nur in Deutschland, überall.

Wer lebt, der stirbt. So ist der Lauf.

Die Theorie hält da nichts auf.

Der Tod holt dich, das ist ein Fakt.

Er stoppt mitmenschlichen Kontakt.

Kommt jetzt Jugend uns abhanden

in den deutschen Heimat-Landen,

weil zu wenige geboren

und das Land somit verloren,

fangen viele an zu zittern,

demographisch zu verwittern.

Den sich vorm Krückstock Reihenden

und bald halb tot dann Seienden

und den jungen Nachwuchs-Kadern:

Deutsch, fließt Blut noch durch die Adern,

geht nicht völlig uns verloren.

Dies die Nachricht für die Ohren.

Die Chance für Wohlstand bleibt und ist.

Doch frönen nur allein dem Mist,

dies gilt für die Regierenden

und die sich "Echauffierenden",

die Siechen-Not der BRD

sei wahr, nicht nur eine Idee,

diese fade Zirkusnummer

bringt uns ein unnützen Kummer.

Handel treiben mit den Alten

und hier Wirtschaft neu gestalten,

nicht stets Angebote mehren,

die nur das Gemüt beschweren,

dass endet man im Abstellraum,

hält das "Desaster" mehr im Zaum.

Bleibt dann folglich auch gelassen,

wackeln Greise an in Massen."

Die Redaktion von ‚Politik direkt’ behält sich das Recht vor, Zuschriften zu kürzen.