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Forum

Politik direkt Forum vom 09. 04. 2009

"Wie können Jugendliche vor Hasspredigern geschützt werden?"

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Selbstmordanschlag in Kabul.

Informationen zum Thema:

Tod im Namen Allahs - Islamistische Hassprediger in Deutschland

»Unsere Atombombe – sie heißt Autobombe. Jeder Muslim kann sie sein!« In den vergangenen Wochen sind immer mehr Drohvideos von radikalen deutschen Islamisten im Internet zu sehen. Die Bedrohung ist real. Das erklären auch die zuständigen Sicherheitsorgane. Sie rechnen damit, dass sich inzwischen rund 100 Deutsche im Grenzgebiet zwischen Afghanistan und Pakistan haben ausbilden lassen. Doch woher kommt der Hass der deutschen Djihad-Anhänger? Ein Aussteiger aus der Szene berichtet. Mit 18 Jahren ist er zum Islam konvertiert. Fünf Jahre ist er intensiv dabei, stellt dann aber fest: Viele radikale Praktiken des Islam sind mit seinen Werten nicht vereinbar.

Unsere Frage lautet:

"Wie können Jugendliche vor Hasspredigern geschützt werden?"

Antworten unserer Zuschauer:

James Decker, USA:

"Die Jugend im 21. Jahrhundert lebt in einer Zeit, die von der Informationstechnologie geprägt ist. Die zu kontrollieren ist nahezu unmöglich. Und so können die Jihadisten ihre Hasspredigten heute weltweit über das Internet verbreiten, und sie erreichen damit auch die besonders anfälligen Jugendlichen. Die einzige Möglichkeit, die ich sehe, ist Aufklärung. Mir wurde schon im Kindergarten beigebracht, dass ich nicht rauchen sollte. Bis heute habe ich deshalb noch nie eine Zigarette angefasst. Würde die Regierung nur halb soviel Energie für Programme gegen Hassprediger aufwenden, wie sie es mit ihren Nichtraucherkampagnen tut, wäre schon viel gewonnen. Die jungen Leute würden dann begreifen, was die Jihadisten wirklich sind, nämlich einfach nur das Böse."

Martin Burmeister, Venezuela:

"Gesetze, welche Hassprediger unter Strafe stellen, gibt es genug. Sie müssen nur mit aller Schärfe angewandt werden. Besonders wenn es darum geht, Jugendliche zu schützen."

Erwin Scholz, Costa Rica:

"Verloren im Hass,

die Bombe ihr Ass,

wollen sie siegen

und Zuspruch kriegen.

Ein Leitbild geben,

dass sie erleben,

Friede krönt Taten,

welch Ziel für Staaten."

Richard Kapp, Australien:

"Unsere Multi-Kulti-Softie-Mentalität wird von den Islamisten als Schwäche erkannt und rigoros ausgenutzt. Über unsere 'Dialogangebote' lachen sie nur. Wenn wir uns nicht ändern, werden sie uns ändern. Dann werden wir einen 'Islamischen Gottesstaat' in Deutschland bekommen. Ich werde das wahrscheinlich nicht mehr erleben. Aber für unsere Enkel, besonders für Frauen, wird das furchtbar sein."

Mada Sukmajati, Indonesien:

"Islamunterricht für Jugendliche halte ich für sehr wichtig. Aber eines muss man auch sagen: Der ist Islam ist keine friedliche Religion, vielmehr halte ich ihn für gewaltbejahende Religion. Damit da nichts eskaliert, muss die Regierung einspringen und moderieren. Wir sollten dabei auch mehr auf sogenannte moderate Muslime setzen, die den Islam auf die heutigen Lebensumstände hin interpretieren."

Rainer T.G. Salzbrunn, Brasilien:

"Eine echte Freiheit ist nur ohne ein sogenanntes 'höheres Wesen' möglich, wobei es egal ist, wie man so einen Diktator nennt. Wenn die Evolutionstheorie von Charles Darwin frühzeitiger und intensiver in den Schulen gelehrt worden wäre, würden die Jugendlichen nicht an religiöse Geschichten glauben und auf diese Märchenerzähler hereinfallen."

Michael Stanek, Brasilien:

"Darauf gibt es eine einfache Antwort: Wer nicht nach unserer westlichen Ordnung leben will, sollte in der islamischen Welt bleiben. Wir brauchen nicht noch mehr Islamisten in Deutschland, die unsere Lebensart nicht akzeptieren. Man sollte sie alle einfach rausschmeißen oder erst gar nicht reinlassen, was noch besser wäre."

René Junghans, Brasilien:

"Die Frage müsste richtig heißen: 'Wie konnte es so weit kommen?' Und da ist die Antwort relativ einfach: Die deutsche Politik hat sich mit Soldaten in Krisengebiete eingemischt, wo Deutschland doch eigentlich gar nichts zu suchen hat. Das war stets ein amerikanisches Problem, nie ein deutsches. Dass so etwas Rachegelüste unter islamischen Extremisten auf Deutschland hervorruft; das war vorauszusehen. Man kann weder die Jugendlichen noch sonst jemanden vor Hasspredigen schützen, denn diese sind überall präsent, sei es im Internet, in der Presse, im Fernsehen und von Mund zu Mund. Man muss das Übel bei der Wurzel packen, und da gibt es nur zwei Extreme: 1) Man zieht sich aus islamischen Krisengebieten zurück und ist Liebmann mit den Muslims 2) Man bekämpft diese Extremisten bis auf den Tod, ohne Rücksicht auf Verluste - was meiner Meinung nach zu immer neuen Gewaltakten führt, also von der menschlichen Seite her zu vermeiden ist. Würde man das in nutzlosen militärischen Einsätzen vergeudete Geld zur Verbesserung des Lebens armer Menschen in islamischen Ländern investieren, hätte man die heutige Situation nicht. Die USA haben bisher Billionen in Kriegseinsätze investiert, und wie viel war es für die Bekämpfung sozialen Unrechts???"

Karl Heinrich Pflumm, USA:

"Wir müssen den jungen Leuten klar machen, wie sich extremistische, fanatische Sichtweisen in der Gesellschaft auswirken können. Nämlich so, dass Gewalt doch immer nur zur Selbstzerstörung führt. Und das will niemand."

Charles Smyth, Großbritannien:

"Um Jugendlichen vor Hasspredigern zu schützen, ist es wichtig, ihnen Moral und Ethik beizubringen. Nur so lernen sie, richtig und falsch zu unterscheiden. Das Problem ist nur, dass Jugendliche und Erwachsene sich heute 'politisch korrekt' verhalten wollen und selbst nicht mehr wissen, wo sie stehen. Das geht bis hin zu Selbsthass. Wenn man heute Terroristen und sogenannte Friedenskämpfer in einen Topf wirft und keinen Begriff mehr davon hat, was eine bedeutende Kultur ist und was nicht, dann kann man auch nicht erwarten, dass Jugendliche vor Hasspredigern geschützt werden können."

Die Redaktion von ‚Politik direkt‘ behält sich das Recht vor, Zuschriften zu kürzen.