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Forum

Politik direkt Forum vom 02.05.2013

11.2007 DW-TV Politik direkt Forum Archiv deu

Die Sendung:

An der Realität vorbei - Familienpolitik in Deutschland; Noch nicht reif für die EU? - die Türkei und die CDU; Streit um die Hilfe - schaden die Tafeln den Armen?; Im Dauerprotest - wenn Demonstrieren zum Beruf wird

Reaktionen unserer Zuschauer:

René Junghans, Brasilien

Familienpolitik: Ehegattensplitting, Tagesgeld usw. ist meiner Meinung nach nebensächlich. Die Eltern sollten sich selbst um ihre Kinder kümmern, sie mit Liebe erziehen, ihnen ein gutes Heim bieten, damit sie ausgeglichen aufwachsen und später als Erwachsene ihre eigenen Kinder gleichgut aufziehen. Die Konsequenz ist Jugendgewalt, das Resultat von Gefühlsarmut, die heutzutage leider immer weiter verbreitet ist, d.h. wie man in den Wald brüllt, so kommt es heraus. Die deutschen Frauen sollten weniger an Beruf und Geld interessiert sein, sondern mehr Kinder gebären… Geld wird keiner von uns mit ins Grab nehmen, aber Kinder zu hinterlassen, das ist das wahre Glück auf Erden. Türkei: Wenn man sieht, wie es in der Türkei zugeht, da wird einem schlecht. Wo ist denn da die Demokratie? Verfolgung von Journalisten? Das finde ich den Gipfel der Frechheit. Verprügeln von Verhafteten? Solche Polizisten gehören doch sofort vom Dienst suspendiert und selbst eingesperrt. Solch ein Land in die EU aufzunehmen, wäre wohl undenkbar für jeden Demokraten. Die Türkei ist von Europa weiter weg als der Mars. Lasst die mal bloß nicht in die EU rein! Uli Hoeneß: Verschärftere Gesetze gegen Steuerhinterziehung, die erlauben, Steuerhinterzieher für lange Jahre einzubuchten und das gesamt Vermögen zu beschlagnahmen. Kritik an den Tafeln: Die Tafeln sollte man unbedingt weiter ausbauen, nicht abbauen. Eine Schande, dass der Arbeitsmarkt die Menschen nicht zu ernähren vermag und das in einem so reichen Land wie Deutschland. Ungerechte Lohnverteilung, Ausbeutung der Arbeiter, da hat die Politik versagt. Geld scheint es nur für Pleiteländer zu geben. Wenn es ums eigene Volk geht, dann vergessen die Politiker ihre Pflicht gegenüber den Wählern. Protest extrem: Profidemonstranten sind unerwünschte Unruhestifter. Die sollten lieber arbeiten gehen, anstatt anderen Menschen auf den Wecker zu fallen.

Erwin Scholz, Costa Rica

Familienpolitik

Immerfort nur Theorien fabrizieren,
die dann Deputierte selbst nicht mehr kapieren?

Unreif für die EU

Ein Sieg übers Wicht sein ist europäische Pflicht,
für Länder, die "reif" sind und solche, die es noch nicht.

An Armentafel Kritiker

Es wird keiner sich wohl "überfressen",
gilt es "Wegwerfware" aufzuessen.

Protestler

Dafür am Abend, dagegen zur Früh,
geübte Protestler ermüden nie.

Hannelore Krause, Deutschland

„Tafeln: Nicht nur Wegwerfware wird an bedürftige Menschen verteilt. Es wird gesammelt und gegeben. "Kauf 2 und spende 1!" So der Aufruf von Zeit zu Zeit in den Supermärkten. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass nicht nur die sogenannten Armen von diesen Tafeln profitieren - und das ist auch gut so - sondern es hat sich herumgesprochen, dass man bei den Tafeln seinen Lebensunterhalt aufbessern kann. Und da vieles auch im Überfluss gespendet wird, finden die Waren auch bei denen eben Anklang, die nicht darauf angewiesen sind. Wenn es eben etwas "umsonst" gibt, dann kommen sie alle. Zig Beispiele könnte ich nennen, aber der Rahmen würde gesprengt. Wenn ich mich umschaue, muss ich mich fragen, wo denn die "Armen" zu Hause sind. Die Fast-Food-Ketten sind voll, ebenso die Einkaufswagen der Menschen, die man für "arm" halten könnte. Allerdings nicht mit lebensnotwendigen Artikeln, sondern mit Fast Food und weiteren Dickmachern. DieKinder vermeintlicher Armer, also Wohltatenempfängern, sind mit modernster IT-Technik ausgestattet. Und hungern muss auch niemand, es sei denn, das Geld wird zweckentfremdet. Es gab auch in Deutschland schon Zeiten, wo die Menschen arm waren. Aber ich kann mich nicht erinnern, gehört zu haben, dass jemand verhungert ist. Anders als in Afrika. Kurzum: Von den Tafeln halte ich nur bedingt etwas, denn profitieren tun nicht nur die vermeintlich Armen. Und je mehr der Staat sich in die Geschicke der Menschen einmischt,je unselbstständiger werden sie. Und das tut nicht gut! Familienpolitik: Ich habe in einer Zeit ein Kind groß gezogen, wo Familienpolitik kein Thema war. Und trotzdem hat alles sehr gut funktioniert - trotz Full-Time-Job - Krippe - KiTa. Niemand hat mir vorgeschrieben, was ich tun und lassen sollte. Auch auf staatliche finanzielle Gaben konnte man nicht zurückgreifen, weil es sie nicht gab. Man hat nach seinem eigenen Gusto und den vorhandenen finanziellen Möglichkeiten gelebt. Und das war auch gut so. Heute scheint alles maßlos übertrieben. Der Staat übernimmt die Rolle von Vater und Mutter und möchteseinen Kindern, also dem Volk; nur das Beste und Teuerste angedeihen lassen. Dass der Mensch auch mal lernenmuss zu verzichten, ist ihm fremd.“


Die Redaktion von ‚Politik direkt’ behält sich das Recht vor, Zuschriften zu kürzen.