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Politik

Politik als Reality-TV?

Außenminister Fischer hat einer TV-Übertragung seiner Aussage im Visa-Untersuchungsausschuss zugestimmt. Wolter von Tiesenhausen warnt vor falschen Hoffnungen.

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Das deutsche Fernsehvolk kann aufatmen: Die hohe Politik hat ein Einsehen und wird zur Anhörung von Bundesaußenminister Joseph Fischer vor dem Visa-Untersuchungsausschuß auch Kamerateams zulassen. Endlich wird man mit eigenen Augen verfolgen können, wie der gewandte Herr der deutschen Diplomatie die jahrelange zu laxe Handhabung der Vergabe von Einreisevermerken insbesondere in der Ukraine erläutern und möglicherweise sogar erklären wird.

Der lästige Journalistenfilter, der Wichtiges von Unwichtigem trennen soll, wird sich nicht mehr dazwischen schieben. Endlich wird Politik als Reality-TV serviert. So wie manche eine Freude daran haben, als "Big Brother" anderen ins Wohn-, Schlaf- oder Badezimmer zu schauen, so kann jetzt jedermann sich selbst ein Bild davon machen, wie Fischer seine Aussagen verkaufen wird.

Allerdings - um Enttäuschungen vorzubeugen - es geht nur um das Wie, nicht um das Was. Wie der Minister sich und seine Position verkauft, das wird man sehen können. Um das Was, die Fakten seiner Aussagen beurteilen und richtig einordnen zu können, da genügt der Augenschein nicht, da braucht es wieder die sachkundige Hilfe der Öffentlichkeitsexperten, sprich der Journalisten vor Ort.

  • Datum 15.04.2005
  • Autorin/Autor Wolter von Tiesenhausen
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  • Permalink http://p.dw.com/p/6W7f
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