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Ostmitteleuropa

Polens Präsident Aleksander Kwasniewski in Chile

- Absichtserklärung über Zusammenarbeit und Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehungen unterzeichnet

Warschau, 11.04.2002 PAP, poln.

Die Präsidenten von Chile und Polen - Aleksander Kwasniewski und Ricardo Lagos- haben am Mittwoch (10.04.) ihre Absicht erklärt, die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern in allen Bereichen zu vertiefen sowie die wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen zu intensivieren.

"Polen ist an einer Entwicklung der Beziehungen zu Südamerika und zu Chile sehr stark interessiert, da dieses Land ein wichtiger und viel versprechender Partner ist", sagte Präsident Kwasniewski während einer Konferenz mit dem chilenischen Präsidenten.

Die beiden Präsidenten sprachen zuerst unter vier Augen miteinander und leiteten dann die Plenarberatungen der Vertreter beider Länder.

Aleksander Kwasniewski und Ricardo Lagos unterzeichneten eine Absichtserklärung über Zusammenarbeit und sprachen sich für eine Intensivierung der wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und kulturellen Beziehungen aus. Ferner halten sie die Ausarbeitung einer bilateralen Grundlage für rechtliche und vertragliche Beziehungen für sinnvoll.

Die beiden Präsidenten betonten, dass sowohl in Polen als auch in Chile dem Schutz der Menschenrechte und der Freiheit der Bürger Vorrang eingeräumt werde. Ferner bekräftigten sie die Entschlossenheit beider Staaten beim Kampf gegen den internationalen Terrorismus. Sie sprachen ihre Unterstützung für die Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen der EU und Chile als auch für die Zusammenarbeit der EU mit anderen Staaten Südamerikas aus.

Aleksander Kwasniewski und Ricardo Lagos sprachen außerdem über die internationale Lage und betonten, dass sie über die Situation im Nahen Osten beunruhigt seien: "Wir sind entschiedene Gegner terroristischer Aktivitäten, aber gleichzeitig sind wir der Meinung, dass es notwendig ist, solche Voraussetzungen zu schafften, um den Staat der Palästinenser zu gründen", erklärte Ricardo Lagos.

Aleksander Kwasniewski betonte hingegen, dass die beiden Präsidenten zwar ihre Beunruhigung über die Situation im Nahen Osten zum Ausdruck gebracht haben, aber gleichzeitig glauben sie auch fest daran, dass es möglich ist, eine Lösung dieses Konfliktes zu finden, wenn beide Seiten, d.h. die Israelis und die Palästinenser -- die nötige Entschlossenheit und Bereitschaft zeigen würden.

Aleksander Kwasniewski appellierte am Mittwoch an die Geschäftsleute in Chile, ein größeres Interesse an Investitionen in Polen und an der Wirtschaft Polens zu zeigen: "Eine Politik ohne starke Wirtschaftsbeziehungen ist nicht voll funktionsfähig, mangelhaft und sogar leer", sagte der polnische Präsident während des Treffens zwischen den chilenischen und polnischen Geschäftsleuten. Ferner betonte er, dass die Politik durch Kontakte der Unternehmer, der Handelskammern und der Investoren bereichert werden soll.

Aleksander Kwasniewski appellierte um konkrete Resultate dieses Treffens zwischen den Unternehmern aus Polen und Chile. Er betonte, dass er von Vertretern aus u.a. der Flugzeug- und Werftindustrie, der Landwirtschaft als auch der Lebensmittel- und Bauindustrie sowie von Vertretern der Polnischen Regierung begleitet werde. Dies bedeute, dass Polen zu einer intensiveren Zusammenarbeit in diesen Bereichen bereit sei und mit einer solchen Zusammenarbeit rechne. (Sta)

  • Datum 11.04.2002
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  • Permalink http://p.dw.com/p/24tH
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