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Europa aktuell

Polen: Werft in Not

Die historische Danziger Werft ist wieder in Schwierigkeiten. Der neue ukrainische Betreiber hat nicht mehr genug Geld, die Löhne zu bezahlen.

Arbeiter tragen am 30. August 1980, einen Tag vor der Unterzeichnung des Abkommens mit der Regierung, den Streikführer Lech Walesa auf ihren Schultern zur Lenin-Werft in Danzig. Der frühere polnische Präsident und Friedensnobelpreisträger Lech Walesa will 25 Jahre nach der Gründung von Solidarnosc (Solidarität) aus der einst von ihm erkämpften Gewerkschaft austreten. «Diese Solidarnosc ist eine andere. Wahrscheinlich ist sie sogar besser. Aber sie ist so anders, dass wir nicht mehr zusammenpassen», sagte er am Sonntag (14.08.2005) vor Journalisten in Danzig (Gdansk). Foto: Jorma Puusa (Zu dpa 0741 vom 15.08.2005) +++(c) dpa - Bildfunk+++

Gewerkschaft Solidarnosc, Danziger Werft 1980

Ihre goldenen Zeiten, als in den 80iger Jahren 17.000 Menschen auf der Danziger Werft arbeiteten, hat das Unternehmen längst hinter sich. Zweimal stand das Werk schon vor dem Bankrott. Dann kam ein ukrainischer Investor und Hoffnung keimte auf. Moderne Hightech-Schiffe sollten in Polens ehemaligem Nationalheiligtum gebaut werden sowie eine Fabrik für Windkraftanlagen. Doch die Rechnung ist für den Investor nicht aufgegangen und die Gewerkschaft Solidarnosc ist in den Arbeitskampf getreten. Von privaten Banken sind keine Kredite mehr zu erwarten. Die letzte Hoffnung: wieder Geld vom polnischen Staat.