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Wirtschaft

Polen und Griechenland sind Top-Aufsteiger

Polen und Griechenland haben im vergangenen Jahr die größten Fortschritte in Richtung Wettbewerbsfähigkeit erzielt. Das geht aus einer Studie hervor, die die Weltbank in Washington veröffentlicht hat.

Das Logo der World Bank (Weltbank), aufgenommen am 01.11.2009 in Washington. (Foto: dpa)

Logo der Weltbank in Washington USA

Der so genannte "Doing Business Report“, den die Weltbank jährlich in Washington veröffentlicht, listet akribisch alle Maßnahmen auf, die Regierungen unternehmen, um lokalen Unternehmen das Leben zu erleichtern: Zum Beispiel der Abbau von Bürokratie- und Handelshemmnissen, Steuervereinfachungen, Rechtssicherheit, Investitionsschutz und vieles mehr.

Der aktuelle Report bescheinigt Polen und Griechenland, unter den entwickelten Volkswirtschaften im vergangenen Jahr die größten Fortschritte erzielt zu haben. Polen hat sich nach der neuesten Weltbank-Untersuchung vor allem durch Vereinfachungen und Verbesserungen im Steuer-, Vertrags- und Insolvenzrecht um 19 Plätze auf Rang 55 nach vorne geschoben, Griechenland hat die Fristen für Baugenehmigungen drastisch verkürzt, den Investitionsschutz und das Insolvenzrecht verbessert und ist damit um elf Plätze auf Rang 78 nach vorne gesprungen.

Deutschland auf Platz 20

An der Spitze des Doing Business Rankings hat sich freilich nicht viel getan: Seit sieben Jahren in Folge führt Singapur die Liste an. In der Spitzengruppe finden sich auch regelmäßig Hongkong, Neuseeland, die USA, Dänemark, Norwegen, Großbritannien, Südkorea, Georgien, Australien, Finnland und Malaysia. Deutschland ist mit Rang 20 in der erweiterten Spitzengruppe zu finden.

Große Fortschritte bescheinigt der Weltbank-Report auch den Entwicklungsländern. Dort hätten es die Unternehmen noch nie so leicht gehabt, ein Geschäft zu betreiben, wie in den vergangenen zehn Jahren, heißt es in der Studie. Vor allem Sri Lanka und Burundi hätten die größten Sprünge nach vorne gemacht.

Über 2000 Reformen

"Über die vergangenen zehn Jahre gesehen haben die Regierungen in 180 Staaten fast 2 000 regulatorische Reformen vorgenommen“, resümiert Weltbank-Direktor Augusto Lopez-Claros. Seit 2005 sei zum Beispiel die durchschnittliche Zeit für eine Unternehmensgründung von 50 auf 30 Tage gesunken, wobei gerade die Entwicklungsländer ihre Zeiten im Schnitt halbiert hätten.

Allein im vergangenen Jahr hat die Weltbank über 200 Wirtschaftsreformen in 108 Staaten registriert. "Diese Reformen geben natürlich nur einen kleinen Ausschnitt eines Gesamtbildes wieder“, sagt Lopez-Carlos. "Aber sie sind enorm wichtig für die Verbesserung des Geschäftsklimas und letztendlich auch für Wachstum und Beschäftigung.“

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