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Aktuell Kultur

Polanski erhält den Regie-"César"

Für sein Werk "Venus im Pelz" ist der 80-jährige Filmemacher mit dem "französischen Oscar" ausgezeichnet worden. Scarlett Johansson nahm in Paris die Ehrentrophäe entgegen – und fand warme Worte für ihre Gastgeber.

Frankreich habe ihr und anderen Schauspielern als kulturelle Zuflucht für Filme gedient, die anderswo nicht gedreht werden konnten, sagte die US-amerikanische Schauspielerin bei der Preisverleihung im Pariser Théâtre du Châtelet. Der César wurde ihr von Regisseur Quentin Tarantino überreicht.

Den Preis für die beste Regie bekam Roman Polanski für sein filmisches Kammerspiel über den Geschlechterkampf: das ewige Spiel von Macht und Unterwerfung zeigt "Venus im Pelz" am Beispiel einer Theaterprobe. Es ist bereits der dritte César-Regiepreis für Polanski. Damit habe er nicht gerechnet, sagte der 80-jährige gerührt. Für den "Oscar" ist Polanski nicht nominiert.

Triumph für "Mama und ich"

Bester Film wurde die autobiographische Komödie "Mama und ich". Guillaume Gallienne erzählt darin, wie ein Junge von seiner Mutter als Tochter erzogen wird. Der Coming-Out-Film lockte in Frankreich bislang mehr als 2,5 Millionen Besucher in die Kinos. Der 43-jährige Komiker spielt darin sich selbst und seine Mutter. Für diese Doppelrolle erhielt Gallienne zudem den Preis als bester Schauspieler. Insgesamt wurde "Mama und ich" mit fünf Auszeichnungen gewürdigt, darunter auch als bestes Erstlingswerk.

Die Trophäe als bester ausländischer Film erhielt "The Broken Circle Breakdown" des Belgiers Felix Van Groeningen. Das Drama handelt von einem Sängerpaar, das eine an Leukämie erkrankte Tochter hat.

rb/wl (ape, dpa)