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Wirtschaft

Pokern um Yahoo: Murdoch bietet auch mit

Im Übernahme-Poker um Yahoo gibt es neue Mitspieler: Medienmogul Rupert Murdoch hat Interesse an einem Zusammenschluss mit dem Internet-Konzern gezeigt - ungünstig für den bisherigen Übernahmeanwärter Microsoft.

Yahoo-Straßenschild (AP Photo/Paul Sakuma)

Wo geht es am schnellsten zu Yahoo? Microsoft und Murdoch liefern sich einen Wettlauf

Nachdem die Übernahme des Internet-Konzerns Yahoo durch den Softwareriesen Microsoft schon so gut wie sicher schien, bietet nun ein weiterer Wettbewerber mit: Der Medienmogul Rupert Murdoch - Besitzer des Online-Treffpunktes MySpace - zeigt nun ebenfall Interesse an Yahoo, so wurde am Donnerstag (10.4.2008) in US-Zeitungen berichtet.

Abwehrkampf gegen Microsoft

Rupert Murdoch (AP Photo/Microsoft Corp., Gary Voth, HO)

Rupert Murdoch hat Lust einzukaufen

Yahoo schmiedet gleichzeitig neue Allianzen zur Abwehr von Microsoft. Der Konzern steht kurz vor einer Vereinbarung zu einer Fusion mit dem Online-Portal AOL des Medienkonzerns Time Warner und kündigte zudem eine Zusammenarbeit mit dem Branchengiganten und Erzrivalen Google an. Das Internetportal werde auf seiner Suchmaschine Anzeigen des Google-Werbedienstes Adsense schalten, kündigte das Unternehmen an. Außerdem will Yahoo massiv eigene Aktien zurückkaufen, um Microsoft zuvorzukommen.

Damit könnte die Yahoo-Übernahmesaga doch noch eine überraschende Wendung nehmen. Zuletzt galt es unter Experten als immer wahrscheinlicher, dass Yahoo am Ende nichts anderes übrig bleibt, als das Angebot von Microsoft anzunehmen. Doch zwei Monate bewegte sich beim Tauziehen um die Übernahme recht wenig: Yahoo sträubt sich gegen den Zusammenschluss mit Microsoft und bezeichnet den gebotenen Preis von gut 42 Milliarden Dollar als zu niedrig. Gleichzeitig suchte Yahoo nach neuen Partnern. Zuletzt stellte Microsoft ein Ultimatum für die Annahme des Angebots und drohte Yahoo mit einer feindlichen Übernahme.

Nur Show und Taktik?

Collage:Microsoft-Yahoo-Schilder(Rainer Jensen/ Jens Büttner +++(c) dpa)

Der Zusammenschluss Microsoft-Yahoo galt lange als sicher

Die ganzen Muskelspiele bei Yahoo könnten auch nur Show sein mit einem einzigen Ziel: Microsoft zu einem höheren Übernahmeangebot zu zwingen. "Alles nur Taktik", urteilten gleich mehrere Analysten. Um fünf bis sechs Dollar je Aktie steige der Wert von Yahoo durch eine Google-Kooperation, rechneten Experten der US-Bank Bear Stearns vor.

Analysten gehen inzwischen davon aus, dass sich Microsoft mit seinem Angebot durchsetzen wird. Doch egal, ob sich nun Microsoft mit oder ohne Murdoch durchsetzt, ob Yahoo mit AOL zusammengeht oder die Kooperation mit Google ausbaut: Die neue Allianz wird große Auswirkungen auf das Internet haben, denn alle Konzerne sind mit ihren Internetseiten unter den zehn weltweit am meisten besuchten Websites. (lk)

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