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Fußball-Weltmeister in Japan

Podolski in Japan mit Jubel empfangen

"Uerukamu Porudi!" - Willkommen Poldi! Japan ist im Poldi-Fieber: Mit großer Begeisterung haben Hunderte Fans in Japan die Ankunft von Fußball-Weltmeister Lukas Podolski gefeiert.

Mit viel Rummel haben Hunderte japanische Fans Fußball-Weltmeister Lukas Podolski einen begeisterten Empfang in ihrer Heimat bereitet. Nach der Landung auf dem Flughafen der Hafenstadt Kobe warteten die Anhänger seines neuen Clubs Vissel Kobe teils mit ihren Familien entlang eines roten Teppichs und skandierten seinen Namen, als der 32-Jährige aus der Maschine trat.

In der schwülen Morgenhitze schritt Podolski durchs Spalier in kurzer Hose und einer Schirmmütze, auf die vorne in japanischen roten Schriftzeichen sein Spitzname Poldi und auf der Rückseite die japanische Flagge gestickt war. Ein guter Empfang sei das, rief Podolski Reportern zu, während er Autogramme gab, lächelnd Selfies mit den Handys seiner Fans machte und zur großen Begeisterung der Menge mit japanischen Babys im Arm posierte.

Kicken und Kultur

"Wenn man so empfangen wird, ist es immer schön. Da ist man stolz", sagte Podolski, der während seiner zweieinhalb Jahre in Fernost 20 Millionen Euro verdienen soll und schon am Flughafen frenetisch gefeiert worden war: "Ich habe noch nicht viel gesehen, aber ich habe jetzt zweieinhalb Jahre Zeit, sportlich vieles richtig zu machen und die Stadt kennenzulernen. Der Fokus liegt nicht immer nur auf Fußball."

Japan Lukas Podolski posiert bei seiner Ankunft in Kobe mit einem weiblichen Fan. (Foto: Imago/Kyodo News)

Selfies mit dem Fußball-Weltmeister "Poldi"

Begleitet von wilden Gitarrenriffs und Applaus betrat Poldi den überfüllten Presseraum des japanischen Erstligisten. "Auf Japanisch was sagen? Konnichiwa!", sagte der 32-Jährige grinsend. Die Live-Übertragung im Internet verfolgten knapp 100.000 Menschen.

Poldi-Plüschtiere und Twitter-Emoji

In Japan wurde auf der Club-Webseite mit den riesigen Begrüßungsworten "WELCOME POLDI!" und einem strahlend die Arme austreckenden Podolski im neuen Vereinstrikot mächtig die Werbetrommel gerührt. Der hinter Vissel Kobe stehende Online-Shoppingriese Rakuten vertreibt Fanartikel wie niedliche Bärchen mit Podolskis Rückennummer 10, Trikots, Schlüsselanhänger und Fan-Handtücher des Clubs. Der Kurznachrichtendienst Twitter sprang auf den Zug auf und schenkte Podolski als zweitem Fußballer nach 105-Millionen-Mann Paul Pogba ein eigenes Emoji.

Japan Lukas Podolski Ankunft in Kobe (Foto: Imago/Kyodo News)

Roter Teppich für Lukas Podolski

Die Vorfreude der Japaner beruht auf Gegenseitigkeit: "Es ist nicht nur entscheidend, dass ich Meister oder Torschützenkönig werde - ich will die Kultur kennenlernen, mich auf das Leben einlassen", sagte Podolski im Interview mit der Kölner Zeitung "Express" vor seiner Abreise. "Ich freue mich total auf dieses Abenteuer und bin offen, neue Dinge auszuprobieren. Japan ist eines der fortschrittlichsten Länder der Welt. Sie haben eine tolle Kultur, tolles Essen".

Sprachtalent Lukas Podolski

Zudem wolle er so schnell wie möglich japanisch lernen: "Ich will ein paar Wörter und Sätze sprechen können, dafür Unterricht nehmen. Ich habe in Istanbul ja auch etwas türkisch gelernt", sagte der 130-malige Nationalspieler, der nach eigenen Angaben auch Angebote aus China vorliegen hatte. Aber da habe seine Frau Monika gesagt, "dass sie dort keine zehn Pferde hinkriegen".

Mit seinem neuen Klub verfolgt Podolski ein klares Ziel: "Kobe ist richtig gut in die Saison gestartet, hat jetzt einen Durchhänger und steht auf dem elften Platz. Unser Ziel ist es in diesem oder im nächsten Jahr unter die ersten Drei zu kommen, um uns für die asiatische Champions League zu qualifizieren." Am 29. Juli soll Podolski zum ersten Mal das Vissel-Trikot mit der Nummer zehn tragen und auf dem Spielfeld stehen.

pab/fab (dpa, sid)

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