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Wirtschaft

Pluszeichen dank Nokia

Die deutschen Börsen waren hin und hergerissen zwischen Fußball und Telekom. Das Spiel Deutschland gegen Kamerun brachte den Handel praktisch zu Erliegen, die Umsätze blieben auch nach dem Sieg der Deutschen gering.

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Gewinnwarnung bei Nokia

Eine Gewinnwarnung des finnischen Handyherstellers Nokia und die Auseinandersetzung zwischen der France Telekom und dem norddeutschen Mobilfunk-Anbieter MobilCom ließ die Telekomwerte in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rücken. Der DAX schloss den Handel bei 4.606 - ein Plus von knapp 17 Punkten oder 0,4 Prozent, während der Nemax 50 Index am Neuen Markt 20 Zähler oder 2,8 Prozent abgab auf 712 Punkte.

Der finnische Handyhersteller Nokia hat wegen der Absatzflaute seine Umsatzerwartungen für das 2. Quartal gesenkt. Aber damit haten die Analysten ohnehin gerechnet, sodass sich die Anleger kaum beeindruckt zeigten. Zudem bekräftigte Nokia seine Gewinnerwartungen für das laufende Jahr, was den Markt zeitweise beflügelte. Telekom-Papiere zum Beispiel konnten 4,3 Prozent zulegen und waren damit Spitzenreiter im DAX. Händler halten jedoch die T-Aktie immer noch für zu hoch bewertet angesichts einer Schuldenlast von rund 70 Milliarden Euro. Im Plus auch DaimlerChrysler mit 2,3 Prozent, hier scheint die Nachricht vom Montag Wirkung zu zeigen, dass Telekom und DaimlerChrysler die Lizenz für ein Lkw-Mautsystem auf deutschen Autobahnen bekommen werden.

Am Neuen Markt schloss der Nemax 50 zwar im Minus, aber das sieht dramatischer aus als es ist. Denn für das Minus ist hauptsächlich das Indexschwergewicht MobilCom verantwortlich. Hintergrund ist die Ankündigung des Großaktionärs France Telekom, die im März 2000 mit MobilCom getroffene Vereinbarung zum gemeinsamen Aufbau eines UMTS-Netzes nicht mehr zu verfolgen. France Telecom hält 28,5 Prozent an MobilCom, MobilCom selbst drückt eine Schuldenlast von 4,7 Milliarden Euro. Die Aktien des norddeutschen Mobilfunk- Anbieters wurden vom Handel ausgesetzt, nachdem sie ein Minus von 64,4 Prozent auf 6,31 Euro erreicht hatten.

Am Rentenmarkt stieg der Rentenmarktindex REX um 0,07 Prozent auf 111,82 Punkte. Der Bund-Future war bei 105,88 Zählern unverändert. Die Umlaufrendite wurde von der Bundesbank mit 4,98 Prozent festgestellt, zwei Stellen weniger als am Montag.

Der Kurs des Euro ist leicht gesunken. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs bei 0,9417 (Montag: 0,9459) US-Dollar fest.

Hier die Schlusskurse der 30 deutschen Standardwerte, diese wie auch alle anderen Angaben wie immer ohne Gewähr:

DAX-Werte Kurs Veränderung

adidas-Salomon 85,51 (+ 0,64)

Allianz 225,00 (- 0,20)

BASF 46,15 (- 0,69)

Bayer 33,65 (+ 0,20)

HypoVereinsbank 35,35 (- 0,06)

BMW 45,25 (+ 1,00)

Commerzbank 17,49 (- 0,01)

DaimlerChrysler 50,43 (+ 1,12)

Degussa 36,05 ( unv. )

Deutsche Bank 72,65 (+ 0,64)

Deutsche Post 14,76 (- 0,09)

Deutsche Telekom 10,65 (+ 0,44)

E.ON AG 55,70 (+ 0,15)

EPCOS 38,60 (+ 0,75)

Fresenius Med. Care 53,02 (- 2,18)

Henkel 73,13 (- 1,87)

Infineon Techno 16,65 (- 0,18)

Linde 52,87 (+ 0,47)

Lufthansa 14,60 (+ 0,16)

MAN 22,52 (- 0,11)

Metro 33,60 (- 0,65)

MLP 39,28 (+ 0,05)

Münchener Rück 235,53 (- 3,47)

Preussag 27,20 (+ 0,34)

RWE 38,86 (- 0,44)

SAP 112,17 (+ 0,23)

Schering 61,45 (- 0,55)

Siemens 63,14 (- 0,12)

ThyssenKrupp 17,17 (- 0,12)

VW 54,95 (+ 0,35)

Die Referenzkurse der wichtigsten Devisen, ermittelt von der Europäischen Zentralbank: Ein Euro kostete am Dienstag 0,9417 amerikanische Dollar oder 0,6430 britische Pfund oder 1, 4752 schweizer Franken oder 118, 14 japanische Yen.

  • Datum 11.06.2002
  • Autorin/Autor Rolf Wenkel
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  • Permalink http://p.dw.com/p/2POC
  • Datum 11.06.2002
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