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Wirtschaft

Pluszeichen dank Nokia

Die deutschen Aktien liegen dank positiver Vorgaben aus New York und Tokio sowie guter Quartalszahlen des finnischen Telefonausrüsters Nokia im Plus.

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Nachrichten von Nokia beflügelten die deutschen Aktien.

Der DAX stand am Mittag bei 5.206 Zählern- ein Plus von 43 Punkten oder 0,8 Prozent. Der Nemax 50 Index am Neuen Markt notierte bei 1.1187 - ein Zuwachs von fast 15 Punkten oder 1,3 Prozent.

Um elf Uhr deutscher Zeit konnte man beobachten, wie der Deutsche Aktienindex DAX und der Euro Stoxx 50 Index steil nach oben schossen. Da kamen nämlich die Quartalszahlen von Nokia heraus. Nokia hat das vierte Quartal, das Katastrophen-Quartal also, besser überstanden als erwartet, mit einem Gewinn von 24 europäischen Cents pro Aktie. Analysten hatte im Schnitt nur mit einem Gewinn von 20 Cent pro Aktie gerechnet. Die Folge ist klar: Der Kurs der Nokia-Aktie schoss innerhalb einer Minute um 9,4 Prozent nach oben, und auch andere Technologiewerte können davon profitieren: Siemens plus 2,2, Epcos plus 4,3, Infineon plus 3,3 Prozent. Die SAP-Aktien profitieren zudem von einer Heraufstufung durch mehrere amerikanische Investmenthäuser und legen 1,6 Prozent zu.

Deutsche Post-Aktien geben nach

Mit 3,1 Prozent im Minus lag dagegen die Deutsche Post. Der Hintergund: Der Bundesrechnungshof moniert die Umsatzsteuerbefreiung durch das Finanzministerium und verlangt, dass die Post künftig rund 450 Millionen Euro jährlich an Umsatzsteuer zahlen soll.

Insgesamt ist der Handel ansonsten eher ruhig, die meisten Anleger warten auf die Rede von US-Notenbankchef Alan Greenspan vor dem Haushaltsausschuss des Senats zur Wirtschaftslage um 16:00 Uhr deutscher Zeit. Die Aussagen des Fed-Chefs werden vermutlich den DAX noch einmal bewegen, fragt sich nur, in welche Richtung.

Die Vorgaben aus Überssee können sich am Donnerstag sehen lassen: Plus 17 Punkte oder 0,2 Prozent auf 9.730 Zähler beim Dow Jones, plus 39 Punkte oder 2,1 Prozent auf 1.922 beim Nasdaq. Der Nikkei Index legt 33 Punkte oder 0,3 Prozent auf 10.074 Zähler zu.

Euro leichter

Der Euro schwächelt dagegen etwas, er stand am Mittag bei 87,62 amerikanischen Cents. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte am Mittwoch den Referenzkurs noch auf 0,8856 Dollar festgelegt. Anschließend war er allerdings unter die Marke von 0,87 Dollar gestürzt, nachdem sich EZB-Präsident Wim Duisenberg über die hohe Defizitquote Deutschlands besorgt gezeigt hatte. Außerdem hatten nach Einschätzung von Händlern die Gewinne an den US-Börsen zu einer Stärkung der US-Währung geführt.

  • Datum 24.01.2002
  • Autorin/Autor Rolf Wenkel
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  • Permalink http://p.dw.com/p/1kT8
  • Datum 24.01.2002
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