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Wirtschaft

Pluszeichen am Terror-Jahrestag

Die deutschen Aktien haben am Jahrestag des 11. September mit Kursgewinnen auf die freundliche Entwicklung der US-Börsen reagiert.

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Schreitet voran:
Münchener Rückversicherung

Bei geringen Umsätzen legte der Standardwerteindex DAX um 90 Punkte oder 2,6 Prozent auf 3.584 Zähler zu, während der NEMAX 50 Index am Neuen Markt um 1,4 Prozent auf 454 Punkte anzog.

Es waren vor allem die Börsianer, die am 11. September 2001 von den Terroranschlägen überdurchschnittlich stark und unmittelbar betroffen waren. Zahlreiche Marktteilnehmer hatten ihre Büros zum Zeitpunkt des Angriffs im World Trade Center. Auf dem Frankfurter Börsenparkett wurde dem Anschlag um 14.46 Uhr - dem exakten Zeitpunkt des ersten Einschlags im Nordturm des World Trade Centers - mit einer Schweigeminute gedacht. Die New Yorker Börse hatte am Mittwoch wegen der Trauerfeierlichkeiten einen verkürzten Handel, er setze erst anderthalb Stunden später ein.

In Frankfurt profitierten die Aktien der Münchener Rückversicherung davon, dass es am Jahrestag der Terroranschläge des 11. September ruhig blieb. Zusätzlich beflügelt durch eine Kaufempfehlung der Privatbank UBS Warburg stieg der Kurs des Versicherers um 3,6 Prozent auf 180,80 Euro. Der zweite wichtige Versicherer, Allianz, fand erst spät den Weg ins Plus und gewann zuletzt 1,05 Euro Prozent. Im Handelsverlauf waren auch Aktien gefragt, die als sichere Häfen gelten, also defensive Aktien wie Schering, die 4,3 Prozent fester notierten, oder Fresenius Medical Care, die 5,3 Prozent zulegten.

Am Neuen Markt stand die MobilCom-Aktie im Mittelpunkt. Die Tageszeitung 'Le Figaro' hatte meldet, France Télécom habe den Ausstieg bei MobilCom praktisch beschlossen. Bei einem Schuldenberg von 70 Milliarden Euro wäre es fatal, dem schlechten Geld bei MobilCom noch gutes hinterher zu werfen, sagte ein Händler. Steigen die Franzosen aus, wäre die Insolvenz notwendig. Unternehmensgründer Gerhard Schmid sprach von einer Falschmeldung. Die Aktie verlor 56 Prozent auf 1,99 Euro.

Am Rentenmarkt sank der REX um 0,11 Prozent auf 115,39 Punkte. Der Bund Future verlor 0,5 Prozent auf 110,58 Punkte. Die Umlaufrendite wurde bei 4,30 (Dienstag: 4,27) Prozent festgestellt.

Der Kurs des Euro ist am Mittwoch weiter gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 0,9749 (Dienstag: 0,9760) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 1,0257 (1,0246) Euro.

Die Schlusskurse der 30 deutschen Standardwerte, diese wie auch alle anderen Angaben wie immer ohne Gewähr:

adidas-Salomon 74,38 (+ 0,06)

Allianz 117,30 (+ 1,05)

BASF 41,70 (+ 0,80)

Bayer 22,01 (+ 0,26)

HypoVereinsbank 21,15 (+ 0,55)

BMW 37,60 (+ 0,57)

Commerzbank 10,14 (+ 0,24)

DaimlerChrysler 44,80 (+ 0,65)

Degussa 29,65 ( unv. )

Deutsche Bank 62,80 (+ 2,00)

Deutsche Post 10,81 (+ 0,26)

Deutsche Telekom 10,89 (+ 0,37)

E.ON AG 51,74 (+ 1,70)

EPCOS 13,35 (+ 0,09)

Fresenius Med. Care 27,05 (+ 1,35)

Henkel 68,14 (+ 0,17)

Infineon Techno 10,18 (+ 0,39)

Linde 41,23 (+ 0,19)

Lufthansa 11,80 (+ 0,17)

MAN 19,55 (+ 0,13)

Metro 23,38 (- 0,12)

MLP 13,62 (+ 0,23)

Münchener Rück 180,80 (+ 6,79)

TUI AG 19,65 (+ 0,24)

RWE 36,35 (+ 0,90)

SAP 68,50 (+ 2,00)

Schering 57,50 (+ 2,36)

Siemens 46,80 (+ 1,66)

ThyssenKrupp 12,84 (+ 0,19)

VW 46,65 (+ 1,30)

Die Referenzkurse der wichtigsten Devisen, ermittelt von der Europäischen Zentralbank: Ein Euro kostete am Mittwoch 0, 97 49 US-Dollar oder 0, 62 64 britische Pfund oder 1, 46 24 schweizer Franken oder 116, 93 japanische Yen.

  • Datum 11.09.2002
  • Autorin/Autor Rolf Wenkel
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  • Permalink http://p.dw.com/p/2dpt
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