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Wirtschaft

Playmobil-Chef Horst Brandstätter ist tot

Die Plastikfiguren von Playmobil sind weltweit in vielen Kinderzimmern zu finden. Wie nun bekannt wurde, ist der Alleininhaber des Unternehmens im Alter von 81 Jahren verstorben.

Der 81-Jährige Horst Brandstätter sei bereits am vergangenen Mittwoch nach kurzer schwerer Krankheit gestorben, teilte eine Sprecherin der Firma Geobra-Brandstätter am Montag am Firmensitz Zirndorf bei Nürnberg mit.

Brandstätter war im Alter von 19 Jahren 1952 in das Familienunternehmen eingetreten und hatte es bis zuletzt mit zwei Geschäftsführern geleitet. Die Aufnahme oben stammt aus dem Jahr 2010.

Seine Ideen und sein Mut zu Reformen hätten der Firma 1958 den Verkaufsschlager Hula-Hoop-Reifen beschert, teilte Geobra-Brandstätter mit.

Bildergalerie Playmobil

Die Bauarbeiter machten 1974 den Anfang...

Der große Durchbruch gelang dem Unternehmen 1974 mit dem Plastikspielzeug Playmobil. Die Idee für die 7,5 Zentimeter kleinen Spielfiguren stammte nicht von Brandstätter selbst, sondern dem Mustermacher Hans Beck, der bereits 2009 verstarb.

Der Erfolg der Playmobil-Figuren rettete das Unternehmen damals vor der Pleite und ist noch immer das wichtigste Produkt der Firma. Bis heute wurden weltweit über 2,8 Milliarden Stück verkauft. Zuletzt war die Sonderedition "Martin Luther" sehr erfolgreich.

Ausgezeichnet und geehrt

Das Unternehmen gehört zu den größten deutschen Spielwarenherstellern und beschäftigt nach eigenen Angaben mehr als 4.000 Mitarbeiter weltweit. Im Jahr 2014 betrug der Umsatz 595 Millionen Euro.

Die größte Fertigungsstätte befindet sich im mittelfränkischen Dietenhofen, weitere Produktionsstandorte sind in Malta, Tschechien und Spanien.

Deutschland Vorstellung Playmobil-Spielfigur Martin Luther in Nürnberg

... 2015 kam Martin Luther dazu

Für seine Leistungen und sein soziales Engagement wurde Brandstätter 1993 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. 2008 erhielt er das Verdienstkreuz Erster Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Seit 1997 war er Ehrenbürger seiner Heimatstadt Zirndorf. Die US-amerikanische Spielwarenindustrie nahm den fränkischen Unternehmer 2014 in ihre "Hall of Fame" auf.

bea/ul (epd, dpa)

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