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Aktuell Afrika

Plünderungen in Südafrika

Nach Krawallen und Plünderungen hat die südafrikanische Polizei 153 Menschen festgenommen. Eine aufgebrachte Menge hatte bei Johannesburg eine Reihe von Geschäften überfallen. Zuvor war ein Teenager erschossen worden.

Wie die Beamten mitteilten, handelte es sich bei den überfallenen Geschäften im Township Soweto bei Johannesburg um Läden, die von Ausländern betrieben wurden. Demnach wurden in den vergangenen drei Tagen mindestens 80 Geschäfte geplündert, die meisten von ihnen gehören Somaliern.

Der Plünderungswelle war der Tod eines Jugendlichen vorausgegangen. "Mehrere Jungs wollten einen Laden ausrauben und der Besitzer eröffnete das Feuer und tötete einen von ihn", sagte ein Polizeisprecher zu dem Vorfall von Montagnacht. "Das hat die Menschen hier wütend gemacht", fügte er vor dem Hintergrund der mutmaßlichen Racheaktionen hinzu. Die meisten Festgenommenen müssten sich nun wegen öffentlicher Gewalt verantworten, andere wegen Waffenbesitzes. Einer werde des Mordes verdächtigt.

Die Polizei verstärkte ihre Präsenz in Soweto. In den armen Vororten von Johannesburg herrscht eine hohe Arbeitslosigkeit. Der Frust schlägt häufig in Gewalt um, die sich oft gegen Ausländer richtet.

pg/wl (afp, ap)