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Plädoyer für das Ausschlafen: ein Lob der Langschläfer - Euromaxx

Stimmt das Vorurteil, dass Langschläfer faul, träge und vor allem weniger kreativ sind als Frühaufsteher? Nein, das Vorteil stimmt nicht, schreibt die Autorin Bettina Henning in ihrem Buch "Der frühe Vogel kann mich mal".

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Die Deutschen sind eine Nation von Frühaufstehern. Der durchschnittliche Deutsche steht um 06:18 Uhr auf. Der durchschnittliche Arbeitsbeginn ist um 08:00 Uhr. Langschläfer gelten gemeinhin eher als faul und träge. Aber stimmt das? In ihrem Buch "Der frühe Vogel kann mich mal. Ein Lob der Langschläfer" (erschienen im Ullstein Verlag) bricht Buchautorin Bettina Hennig eine Lanze für die Langschläfer. Ihre These: Langschläfer, die sogenannten "Eulen", sind in der Regel toleranter, kreativer und innovativer als sogenannte "Lerchen", also Frühaufsteher. Der Buchtitel ist eine abgewandelte Version des Sprichworts "Der frühe Vogel fängt den Wurm", mit dem der Volksmund dem Frühaufsteher huldigt. Es gibt zahlreiche weitere Sprichwörter, die das frühe Aufstehen positiv bewerten wie "Morgenstund' hat Gold im Mund". Schlafforscher untersuchen seit Jahren die Biorhythmen der Menschen. Sie unterscheiden zwei Haupttpyen: eben "Eulen" und "Lerchen". Die Veranlagung für diese Typen ist zum Teil genetisch bestimmt, daher sei ein "Umerziehen" so gut wie ausgeschlossen. Das heißt, dass ein großer Teil der Bevölkerung ständig wider seine Anlagen lebt. Eine der Thesen: Wer permanent gegen seine innere Uhr leben muss, kann krank werden. Wissenschaftler sprechen dann vom "sozialen Jetlag".