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Aktuell Asien

Pjöngjang verschärft Kriegsrhetorik

Die USA nehmen die Drohungen aus Nordkorea "sehr ernst": Dessen Machthaber Kim will mit Washington eine "Rechnung begleichen". Er ließ bereits Raketen für mögliche Angriffe auf US-Ziele in Bereitschaft versetzen.

Im Falle einer "rücksichtslosen" Provokation seitens der USA müssten Nordkoreas Streitkräfte "erbarmungslos das US-Festland und Militärstützpunkte auf den Pazifik-Inseln Guam und Hawaii sowie deren Stützpunkte in Südkorea angreifen", zitiert die staatliche Nachrichtenagentur KCNA den nordkoreanischen Machthaber. Die nach einer Dringlichkeitssitzung Kim Jong Uns mit führenden Militärs in Alarmbereitschaft versetzten Raketen sollten "jederzeit" abgefeuert werden können, heißt es aus Pjöngjang. Es sei die "Zeit gekommen, mit den US-Imperialisten eine Rechnung zu begleichen".

"Atomkrieg um jeden Preis"

Ein südkoreanischer Militärvertreter sagte, an den Raketenstützpunkten des nördlichen Nachbarn sei eine deutlich erhöhte Aktivität von Personal und Fahrzeugen festzustellen. Unklar ist allerdings, ob Nordkoreas Raketenkapazitäten überhaupt ausreichen würden, um amerikanisches Festland zu erreichen.

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Nordkorea: Raketen in Bereitschaft

Kim Jong Un reagierte mit seinen Drohungen auf die Entsendung zweier kernwaffentauglicher US-Tarnkappenbomber vom Typ B-2 nach Südkorea am Donnerstag. Dieser Schritt sei keine bloße Machtdemonstration mehr, sondern weise darauf hin, dass die USA einen "Atomkrieg um jeden Preis" entfachten, so der Vorwurf Nordkoreas. Bereits am Dienstag hatte Pjöngjang mit Angriffen gedroht und angeblich die Sondereinheiten seiner gesamten Streitkräfte in Alarmbereitschaft versetzt.

Vorbereitet auf "jede Eventualität"

US-Verteidigungsminister Chuck Hagel bekräftigte das Versprechen der Vereinigten Staaten, Südkorea militärisch beizustehen. Washington werde und müsse auf "jede Eventualität" vorbereitet sein, sagte Hagel vor Journalisten im Pentagon. "Wir nehmen diese Provokationen des Nordens sehr ernst und wir werden darauf reagieren." Die Spannungen in der Region hatten zuletzt wieder deutlich zugenommen, nachdem Nordkorea am 8. März als Reaktion auf die Verschärfung von UN-Sanktionen nach einem unterirdischen Atomtest den Nichtangriffspakt mit dem Süden aufgekündigt hatte. Zuvor hatte das kommunistische Regime den USA bereits mit einem atomaren Erstschlag gedroht.

Unterdessen warnte Russland vor "militärischen Muskelspielen" auf der koreanischen Halbinsel. Die Lage könne außer Kontrolle geraten, sagte Außenminister Sergej Lawrow. Russland sehe die militärischen Handlungen in der Region mit Sorge. "Das führt zu einem Teufelskreis", sagte Lawrow. Die Spannungen dürften nicht dazu genutzt werden, geopolitische Fragen mit Kriegsmitteln zu lösen. Die Anstrengungen müssten sich vielmehr auf einen Dialog richten. Russland hat eine gemeinsame Grenze mit Nordkorea.

Die jüngsten Töne aus Pjöngjang dürften nicht so gedeutet werden, dass ein Krieg "unmittelbar bevorsteht", meinte ein angesehener Nordkorea-Experte. Es handle sich um eine "erwartete" Reaktion des Nordens auf die Entsendung der amerikanischen B-2-Bomber, sagte Kim Yong Hyun von der südkoreanischen Dongguk Universität.

wa/qu/gmf/kis (afp, dpa)

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