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Aktuell Asien

Pjöngjang startet weitere Kurzstreckenraketen

Nordkorea hat erneut zwei Kurzstreckenraketen abgefeuert. Diese seien ins Japanische Meer geflogen, teilte Südkorea mit. Zuvor hatte der humpelnde Machthaber Kim Jong Un die Aufmerksamkeit des Nachbarn auf sich gezogen.

Die zwei Raketen hätten eine Reichweite von 500 Kilometern gehabt und seien von einer Luftwaffenbasis von der westlichen Provinz Hwanghae im Landesinnern Nordkoreas abgeschossen worden, erklärte der Generalstab der südkoreanischen Armee in Seoul. Es habe sich um ballistische Raketen, vermutlich vom Typ Scud, gehandelt. Aus Pjöngjang gab es keine Äußerungen zu dem Vorgang.

Nordkorea hatte in den vergangenen Wochen bereits mehrere Raketen getestet, zuletzt kurz vor dem Besuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Südkorea vor rund einer Woche.

Nach Meinung von Experten wollte das Regime in Pjöngjang damit seinen Ärger darüber demonstrieren, dass Xi zunächst den Süden und erst dann den Norden besuchte. China ist der wichtigste Verbündete des kommunistischen Nordens, doch mehrten sich zuletzt die Anzeichen, dass Peking auf Distanz zu Pjöngjang geht.

Verstoß gegen UN-Resolution

Kurz zuvor waren bereits zwei Mittelstreckenraketen in Richtung Japan abgefeuert abgefeuert worden. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat dem kommunistischen Land per Resolution jedoch den Start von Raketen "unter Verwendung ballistischer Raketentechnik" - also zu militärischen Zwecken eingesetzte Raketen - untersagt.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un beim Besuch im Palast der Sonne am 08.07.2014 (Foto: Reuters)

Nordkoreas Machthaber erscheint humpelnd bei der Feier zum Todestag von Kim Il Sung

Bei einer großen Gedächtnisfeier zum 20. Todestag seines Großvaters und früheren Staatschefs Kim Il Sung zeigte sich Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un am Dienstag leicht humpelnd in der Öffentlichkeit. Beim Eintritt in eine riesige Konferenzhalle mit Tausenden von stürmisch applaudierenden Partei- und Armee-Vertretern in Pjöngjang zog Kim sichtbar sein Bein nach. Als er die halbstündige Veranstaltung später verließ, ohne das Wort ergriffen zu haben, stoppte das Fernsehen die Übertragung. Kommentatoren in Südkorea spekulierten anschließend über eine leichte Verletzung als Grund für das Hinken.

kis/uh (dpa, afp)