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Aktuell Asien

Pjöngjang provoziert mit Raketen-Abschuss

Nordkorea bleibt auf Konfrontationskurs mit der Staatengemeinschaft. Nach der Verschärfung der UN-Sanktionen feuerte das international weitgehend isolierte Land zwei Kurzstrecken-Raketen über das Meer.

Die Geschosse seien etwa 500 Kilometer weit geflogen, berichtet die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf das Militär. Die Flugkörper seien von der Stadt Wonsan aus abgefeuert worden und vor der Ostküste des kommunistisch regierten Landes ins Meer gestürzt.

Auch Vereinbarungen mit Südkorea aufgekündigt

Nordkorea erklärte zudem alle Vereinbarungen zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Südkorea für nichtig. Alle Güter südkoreanischer Firmen auf nordkoreanischem Boden würden konfisziert, erklärte das Regime in Pjöngjang. Das betrifft hauptsächlich die Sonderwirtschaftszone Kaesong. Der Industriepark, der in Nordkorea liegt, wurde im vergangenen Monat geschlossen. Die Wirtschaftszone wurde Ende der 1990er Jahre als Zeichen der Entspannung zwischen den beiden verfeindeten Staaten geschaffen. In Kaesong haben 124 südkoreanische Unternehmen Fertigungsstätten.

Der UN-Sicherheitsrat hatte vor kurzem als Reaktion auf den jüngsten nordkoreanischen Atomtest seine Sanktionen gegen das Land drastisch verschärft. Die neuen Strafmaßnahmen sehen unter anderem Kontrollen sämtlicher Frachtlieferungen von und nach Nordkorea vor.

Säbelrasseln oder doch mehr?

Erst am Mittwoch hatte Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un eine weitere Runde in dem schon seit Jahren praktizierten Säbelrasseln eröffnet. Sein Land sei jetzt in der Lage, Raketen mit Atomsprengköpfen zu bestücken. Es sei gelungen, die Sprengköpfe so klein zu bauen, dass sie von Raketen transportiert werden könnten, zitierten ihn die staatlichen Medien. Er habe zudem angeordnet, dass Präzision und Sprengkraft der Atomwaffen weiter verbessert werden müssten.

Nordkorea Diktator Kim Jong-un

Nordkoreas Diktator Kim

Nordkorea hatte bereits vor einem Jahr behauptet, Atomwaffen bauen zu können, die klein genug für Raketen sind. Im Januar dieses Jahres hatte Nordkorea nach eigener Darstellung einen neuen Atomtest durchgeführt und erklärt, dabei eine Wasserstoffbombe gezündet zu haben. Außerdem startete das Land im Februar eine Langstreckenrakete und erklärte, dies sei legitimer Teil eines Raumfahrtprogrammes, das man sich nicht verbieten lasse.

Es gibt aber im Ausland große Zweifel an der Darstellung über die Zündung einer solchen H-Bombe oder thermonuklearen Bombe. Deren Sprengkraft ist verheerend und noch um ein Vielfaches stärker als die einer herkömmlichen Atombombe.

sti/haz/ml ( rtr,dpa, ap)