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Testseite Politik

Pjöngjang bereitet Atombrennstäbe auf

Nordkorea hat die Wiederaufbereitung von abgebrannten Kernbrennstäben bekanntgegeben. Damit würde sich das kommunistische Land in die Lage versetzen, atomwaffenfähiges Plutonium herzustellen.

Rakten vor der nord- bzw. südkoreanischen Fahne(Foto: DW/AP)

Nordkorea gerät wegen seiner umstrittenen Atompolitik immer wieder in die Kritik

Die Wiederaufbereitung ausgedienter Brennstäbe "von der Pilot-Atomanlage" habe wie angekündigt begonnen, hieß es am Samstag (25.04.2009) in einer von den staatlichen Medien veröffentlichten Erklärung des Außenministeriums in Pjöngjang. Die Erklärung folgte nur Stunden nach einem UN-Beschluss, verschärfte Sanktionen gegen das Regime in Pjöngjang zu verhängen.

Die Wiederaufbereitung werde dazu beitragen, die atomare Abschreckung für die Selbstverteidigung auf jede Weise zu verstärken, um mit den zunehmenden militärischen Bedrohungen durch feindselige Kräfte fertig zu werden, wurde ein Ministeriumssprecher in Pjöngjang zitiert.

Nordkorea zeigt keine Gesprächsbereitschaft mehr

Satellitenbild mit Rakete (Foto:AP)

Trotz Verbot: Anfang April testete Nordkorea wahrscheinlich eine Langstreckenrakete, um einen Satelliten ins All zu befördern

Am Dienstag der vergangenen Woche hatte Nordkorea erklärt, aus den sogenannten Sechs-Länder-Gesprächen über sein Atomwaffenprogramm auszusteigen und bereits stillgelegte Nuklearanlagen wieder in Betrieb zu nehmen. Zuvor hatte der Weltsicherheitsrat einen nordkoreanischen Raketentest verurteilt. Trotz einer UN-Resolution aus dem Jahr 2006, die Nordkorea Tests von Langstreckenraketen verbietet, hatte Pjöngjang am 5. April eine solche Rakete gezündet, angeblich um einen Kommunikationssatelliten ins All zu beförden. Mehrere Länder, unter ihnen auch Russland, hatten anschließend erklärt, der angekündigte Satellit befinde sich nicht im All.

UN verhängen Sanktionen

UN-Sicherheitsrat mit Teilnehmern (Foto: AP)

Bereits am 13. April verurteilte der UN-Sicherheitsrat den umstrittenen Raketentest

Der UN-Sicherheitsrat hatte daraufhin am Freitag (24.04.2009) beschlossen, seine Sanktionen gegen Nordkorea zu verschärfen. Das Gremium beschloss unter anderem ein Import- und Exportverbot von Technologien, die zum Bau von Langstreckenraketen geeignet sind. Außerdem wurden drei nordkoreanische Firmen auf eine Schwarze Liste gesetzt, weil sie unter anderem an der Finanzierung des Raketenprogramms der Regierung in Pjöngjang beteiligt sein sollen. Damit dürfen mit den drei Unternehmen weltweit keine Geschäfte mehr gemacht werden. (as/uh/dpa/afp/ap)

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