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Bildung

PISA-Studie: Viele Teenager haben keinen Durchblick bei Finanzen

Oh je, was für Wissenslücken! Eine PISA-Studie der OECD in 15 Ländern ergab, dass jeder vierte 15-Jährige nicht einmal in der Lage ist, einfache Entscheidungen zu alltäglichen Geldausgaben zu treffen.

Für ihren neuen PISA-Test zum Finanzmarktwissen ließ die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) 48.000 Schüler im Alter von 15 Jahren befragen. Die Schüler stammen aus 15 Industrie- und Schwellenländern. In der Studie ging es etwa um Dokumente wie Rechnungen und Kontoauszüge, Finanzplanung und Steuern, Kreditzinsen und Ratenzahlungen für den Kauf eines Mobilfunktelefons. PISA ist die Abkürzung für "Programme for International Student Assessment". Bekannt wurde die Abkürzung durch die regelmäßigen Vergleichsuntersuchungen zur Leistungen von Schülern etwa in Fächern wie Lesen und Rechnen.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass viele Teenager erschreckend wenig von Geld- und Finanzangelegenheiten verstehen. 56 Prozent der befragten Jugendlichen haben zwar ein Bankkonto. Aber zwei von drei erfassten 15-Jährigen, die ein Bankkonto haben, fehlen die Fähigkeiten, um dieses zu managen und einen Kontoauszug richtig zu interpretieren. Nur jeder zehnte Jugendliche kann demnach komplexe Finanzsachverhalte wie etwa die Einkommensteuer verstehen.

In den zehn teilnehmenden OECD-Ländern kamen im Durchschnitt 22 Prozent der Befragten nicht auf das Mindestlevel, das nach Angaben der Autoren zur Teilnahme an der Gesellschaft notwendig ist.

Bei der neuen PISA-Studie zeigte sich zudem, dass die Unterschiede beim Finanzmarktwissen zwischen den Geschlechtern viel geringer sind als beim Lesen oder in der Mathematik. Nur in Italien zeigen Jungen bessere Resultate als Mädchen, während Mädchen in Australien, Litauen, der Slowakei und Spanien besser abschneiden als Jungen.

China an der Spitze

Die besten Finanzkenntnisse in der Studie hatten im Schnitt Schüler, die aus vier untersuchten chinesischen Metropolregionen Peking, Shanghai, Jiangsu und Guangdong stammen. Es folgen Teenager aus der flämischen Gemeinschaft Belgiens, den teilnehmenden Provinzen Kanadas, Russland, den Niederlanden und Australien.

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"Das ist keine 1, das ist eine 3+"

Die befragten Schüler kommen aus Australien, Belgien (flämische Gemeinschaft), Brasilien, Kanada (nur einige Provinzen), Chile, China (nur Peking, Shanghai, Jiangsu und Guangdong), Italien, Litauen, den Niederlanden, Peru, Polen, Russland, der Slowakei, Spanien und den USA. Schüler aus Deutschland wurden für die Untersuchung nicht befragt. Es ist die zweite derartige PISA-Befragung zum Finanzwissen von Jugendlichen.

kle/qu (dpa, oecd.org)

 

 

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