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Vor Nigeria

Piraten entern deutsches Schiff mit russischen Seeleuten

Vor der Küste Nigerias haben Piraten ein Frachtschiff eines deutschen Unternehmens überfallen und acht Seeleute als Geiseln genommen. Über das Schicksal der Männer ist nichts bekannt.

Nigerianische Piraten (picture-alliance/dpa)

Nigerianische Piraten (Archivbild)

Die russische Botschaft in Nigeria teilte der Agentur Tass mit, bei den gekidnappten Seeleuten handele es sich um sieben Russen und einen Ukrainer. Die Botschaft habe die Behörden des westafrikanischen Landes um Hilfe bei den Ermittlungen gebeten. Das Unternehmen Briese Schifffahrt aus dem ostfriesischen Leer bestätigte, dass sein Frachtschiff "BBC Caribbean" im Golf von Guinea von Piraten angegriffen worden sei.

Der Überfall habe sich am Sonntagmorgen ereignet, so die Reederei. Nach einem Schusswechsel seien die Seeleute gefangen genommen worden. Über ihren Verbleib ist bislang nichts bekannt. Die Piraten hätten die Besatzung an einen unbekannten Ort verschleppt, teilte ein Repräsentant von Briese im russischen St. Petersburg mit. In der Regel versuchen die Piraten für die Freilassung entführter Seeleute ein Lösegeld zu erpressen.

Nach einer Analyse des Internationalen Schifffahrtsbüro (IMB) gehört der Golf von Guinea vor der Westküste Afrikas zu den besonderen Gefahrenherden für die Handelsschifffahrt. Im vergangenen Jahr gab es dort 36 Angriffe von Piraten.  Deutsche Reeder waren 2016 vom Piratenunwesen auf den Weltmeeren weitgehend verschont geblieben.

wl/uh (dpa, rtre)