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Fokus Osteuropa

Pipeline für kaspisches Öl durch Südosteuropa

Mit dem Bau einer Erdölpipeline von Rumänien nach Italien soll die EU über Südosteuropa mit Energie versorgt werden. Beteiligt sind daran fünf Länder. Vor allem Südosteuropa soll profitieren.

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Leitung von Constanta bis Triest geplant

Vertreter aus Kroatien, Rumänien, Serbien, Slowenien und Italien haben am 3. April in Zagreb eine ministerielle Deklaration unterzeichnet über ein paneuropäisches Erdöl-Pipeline-Projekt – kurz PEOP (Pan-European Oil Pipeline) genannt. Unterzeichnet wurde die Deklaration im Rahmen eines zweitägigen Forums über Energiesicherheit unter dem Titel "Südosteuropa – energiewirtschaftliche Brücke zwischen der Russischen Föderation, dem Mittelmeer, dem Kaspischen und zentralasiatischen Raum sowie der EU.

Fortschritt für Infrastruktur

Das Forum fand in Zagreb statt, da Kroatien für ein Jahr den Vorsitz im South East European Cooperation Process ) übernommen hat. Energieminister und –experten aus 37 Ländern nahmen daran teil. Ihnen zufolge soll Südosteuropa eine Brücke werden zwischen der EU und den energiereichen Regionen am Kaspischen Meer sowie der Russischen Föderation. Die EU-Kommission begrüßte die Unterzeichnung des Abkommens über den Pipeline-Bau, weil dies ein Weg sei, den Tankerverkehr und damit die Gefahr von Havarien im Bosporus, dem Schwarzen Meer, der Ägäis und der Adria zu verringern. Für die Region bedeute es einen großen Fortschritt in der Infrastruktur und verstärke die Zusammenarbeit der am PEOP beteiligten Länder.

2012 soll das Öl fließen

Die Route der paneuropäischen Pipeline verläuft durch Rumänien, Serbien, Kroatien, Slowenien und Italien. Sie ist 1856 Kilometer lang. PEOP soll den europäischen Markt mit Erdöl aus der kaspischen Region versorgen - von dem rumänischen Hafen Constanta im Schwarzen Meer über die genannten Länder bis zur Erölpipeline TAL (Trans Alpine Line) bei Triest. Über die Transitländer hinaus können auch die Verbraucher in Österreich, der Tschechischen Republik und Deutschland versorgt werden. Die Fertigstellung ist für 2012 geplant. Nach einer Machbarkeitsstudie, die für Rumänien das amerikanische Konsortium Hill International erstellt hat, rentiert sich PEOP bei einem jährlichen Transport von mindestens 40 Millionen Tonnen Erdöl. Vorgesehen ist eine Auslastung von 90 Millionen Tonnen. Die Kosten für den Bau der Erdölpipeline belaufen sich auf rund 3,5 Milliarden Dollar.

DW-RADIO/Kroatisch, 3.4.2007, Fokus Ost-Südost

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