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Kultur

Pink-Floyd-Star Richard Wright war "auf jeder Bühne glücklich"

Im Alter von 65 Jahren erlag der britische Keyboarder und Sänger einem kurzen Krebsleiden. Richard Wright war Mitbegründer der Rockband Pink Floyd.

Richard Wright (AP)

Der Musiker Richard Wright brachte sich selbst das Klavierspielen bei

Am Montag (15.09.2008) erklärte ein Sprecher Wrights: "Die Familie von Richard Wright, Gründungsmitglied von Pink Floyd, gibt mit großer Trauer bekannt, dass Richard heute nach einem kurzen Kampf gegen den Krebs gestorben ist." An welcher Krebsart der am 28. Juli 1943 geborene Musiker gestorben ist, sagte der Sprecher nicht.

Autodidaktischer Architekt

Pink Floyd 1967: Roger Waters, Syd Barrett, Nick Mason und Richard Wright (DPA)

Die Erstbesetzung der Band Pink Floyd: Rogers Waters, Syd Barrett, Nick Mason und Richard Wright

Während seines Architekturstudiums lernte Wright Roger Waters und Nick Mason kennen und gründete mit ihnen die Band Sigma 6. 1965 benannte sich die Gruppe in Pink Floyd um. Der vierte Mann im Bunde war Syd Barett. Schon bald wurde der drogensüchtige Barett allerdings durch David Gilmour ersetzt. Obwohl Wright zunächst als dominantes Mitglied der Gruppe wahrgenommen wurde, erlangte er nie den Star-Status wie Waters.

Der Autodidakt Wright brachte sich selbst das Klavierspielen bei und schrieb wesentliche Pink Floyd Songs wie "Us and Them" oder "The Great Gig in the Sky". Zu den bekanntesten Kompositionen Wrights zählt der Welthit "Wish you were here". Oft trat er auch als Backgroundsänger auf. 1978 veröffentlichte er mit geringem Erfolg sein erstes Soloalbum "Wet Dream".

Streitereien mit Roger Waters

Kurz nach den Aufnahmen des 1979 erschienen Pink-Floyd-Albums "The Wall" verließ Wright nach Streitereien mit Roger Waters die Band. Er trat dennoch 1980 und 1981 einige Male mit Pink Floyd auf, bevor er 1984 mit dem Musiker Dave Harris die Band Zee gründete. Der kommerzielle Erfolg des Duos blieb jedoch aus.

David Gilmour von Pink Floyd (DPA)

Der Leadsänger David Gilmour holte Richard Wright zu Pink Floyd zurück

Nach dem Ausstieg von Roger Waters holte David Gilmour Wright in die Gruppe zurück. Aus vertraglichen Gründen erschien sein Foto 1987 nicht auf dem Album "A Momentary Lapse of Reason" und sein Name wurde kleiner gedruckt als der von Gilmour und Mason.

In einem Interview sagte David Gilmour vor kurzem über Wright, dass dessen Beitrag zum Sound von Pink Floyd essentiell gewesen sei und dass "er sicher breitere Aufmerksamkeit erhalten hätte, wenn Rick mehr für seine Rolle in der Band gekämpft hätte." Dass er das nicht getan habe, verrate eine Menge über seine Person: "Ihn interessierte die Musik, nicht das Ego, das die Musik erschaffen hat."

Comeback endgültig vom Tisch

Pink Floyd bei bei einem Benefizkonzert (DPA)

Pink Floyd beim "Live 8"-Konzert 2005 im Londoner Hyde Park

2005 trat die Band beim "Live 8"-Benefizkonzert im Londoner Hyde Park auf. Viele Fans hofften damals auf eine Wiedervereinigung der Gruppe. Ein Comeback lehnte die einst zerstrittene Band aber ab. Im vergangen Jahr gab Wright zusammen mit Pink Floyd ein Konzert zu Ehren des 2006 verstorbenen Bandmitgliedes Syd Barret.

Wright sagte 2006 in einem Interview, er sei auf jeder Bühne glücklich "und wenn immer Dave möchte, dass ich mit ihm spielen werde, werde ich glücklich sein, mit ihm zu spielen." (san)

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