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Wirtschaft

PIN hat offenbar neue Post-Gewerkschaft gesponsert

Die vor gut fünf Monaten gegründete Gewerkschaft der Neuen Brief- und Zustelldienste (GNBZ) steht unter Druck. Der frühere Chef des Postdienstleisters PIN, Günter Thiel, bestätigte laut "Focus Online" vom Freitag (21.3.2008) Überweisungen an die Gewerkschaft in Höhe von mehr als 100.000 Euro. Entsprechende Unterlagen hatte der Insolvenzverwalter der PIN-Group, Bruno Kübler, am Donnerstag der Kölner Staatsanwaltschaft übergeben. Die GNBZ erklärte, "der Vorwurf der Bestechlichkeit" werde sich als haltlos und unbegründet erweisen.

Thiel sagte "Focus Online" zufolge, es habe sich nicht um eine heimliche Finanzierung gehandelt: "Das ist alles korrekt gelaufen und verbucht worden. Da lief nichts über schwarze Kassen." Zudem habe es von PIN zu keinem Zeitpunkt den Versuch einer Einflussnahme

auf die Arbeit der Gewerkschaft gegeben: "Es sind weder Betriebsräte bestochen worden, noch gab es irgendwelche Vorgaben an die Gewerkschaft." Die Zahlung rechtfertigte Thiel dem Bericht zufolge als Anschubfinanzierung für die GNBZ. "Wir waren im vergangenen Jahr in einer schwierigen Situation. Von den existierenden Gewerkschaften wollte keiner mit den neuen Briefdienstleistern reden", sagte er.

Die GNBZ erklärte in einer auf ihrer Homepage veröffentlichten Pressemitteilung, sie sei "in der Gründungsphase auf Spenden und Zuschüsse angewiesen" gewesen. Die "in der Presse kolportierte angebliche Finanzierung durch die PIN-Holding ist für uns nicht nachvollziehbar."