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Reise

Pilotprojekt "Easy Security" an Flughäfen

Behörden und Luftverkehrsbranche wollen an deutschen Flughäfen ein neues System bei Personen- und Handgepäckkontrollen erproben. Die Abläufe bei den Checks sind dafür optimiert und mit aktueller Technik kombiniert.

Das "Easy Security" genannte Konzept geht am Flughafen Köln/Bonn in einen ersten Probebetrieb. "Es wird offener, freundlicher, effizienter", sagte eine Sprecherin der Bundespolizei.

Künftig können bis zu fünf Fluggäste gleichzeitig ihre Gepäckwannen am Band befüllen und individuell auflegen. Vorteil: Wer als Passagier gut auf die Kontrollen vorbereitet ist und seine Gegenstände im Handgepäck griffbereit hat, spart wertvolle Zeit. Wer hingegen mehr Zeit oder auch Unterstützung benötigt, kann diese stressfrei in Anspruch nehmen.

Den Passagieren wird nicht nur die moderne helle Optik mit viel Platz und gut erkennbaren Abläufen auffallen. "Easy Security" folgt dem Prinzip, dass jeder Fluggast grundsätzlich den Kontrollprozess in seinem eigenen Tempo durchlaufen kann, ohne andere Passagiere zu behindern oder selbst eingeschränkt zu werden. Das macht die Kontrolle für alle Beteiligten übersichtlicher und entspannter - sowohl für die Passagiere, als auch für die Mitarbeiter. 

Bereits 2015 wurde für Passagiere mit einem elektronischen Reisepass der EU durch die Einrichtung sogenannter "e-Gates" das Einchecken einfacher: Ausweis scannen, Schleuse betreten, in die Kamera schauen - fertig. Dieses EasyPASS-Verfahren verkürzt die Wartezeiten bei den Passkontrollen.

Moderne Körperscanner sind seit 2014 an deutschen Flughäfen im Einsatz. In der EU ist eine solche Kontrolle nur freiwillig möglich. Die Geräte dürfen die Bilder weder speichern noch ausdrucken.

Wer als Passagier nicht von einem Körperscanner durchleuchtet werden will, kann ersatzweise mit klassischen Mitteln untersucht werden, etwa durch Abtasten. Das Sicherheitspersonal darf dabei den gesamten Körper untersuchen.  Auch vollverschleierte Frauen müssen ihr Gesicht zeigen und werden dafür in einen separaten Raum geführt. Dort müssen sie vor einer Polizistin den Schleier lüften. Eine Person, die die Kontrollen verweigert, können die Beamten des Geländes verweisen.

Seit den Anschlägen vom 11. September 2001 wurden die Kontrollen an Flughäfen immer wieder verstärkt. Nach jedem Attentat - auch nach jedem Versuch - beraten deutsche und europäische Behörden über neue Wege, die Sicherheit der Passagiere zu erhöhen.

An den internationalen Flughäfen in Deutschland ist dafür meist die Bundespolizei zuständig. In anderen, meist kleineren Flughäfen zeichnen die Länder für die Sicherheit verantwortlich. Private Sicherheitsunternehmen, die die Fluggäste überprüfen, müssen vom Luftfahrt-Bundesamt zugelassen werden.

is/at (dpa/bmi)