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Wirtschaft

Piloten beginnen Streik in Frankfurt

Am Frankfurter Flughafen sind Piloten der Lufthansa in einen 15-stündigen Streik getreten. Durch einen Sonderflugplan sollen aber mehr als die Hälfte der geplanten Interkontinentalflüge stattfinden.

"Wir sind zuversichtlich, dass wir unseren Sonderflugplan durchführen können", sagte ein Airline-Sprecher am Morgen. Es bleibe bei den 25 schon am Montag abgesagten Flügen, viele davon nach Nordamerika. Die Lage am Airport sei sehr ruhig, sagte Markus Wahl von der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit. "Das ist aber auch gut, denn wir wollen nicht die Passagiere treffen, sondern unseren Arbeitgeber." Von gestrandeten Reisenden war in der Abflughalle A zunächst nichts zu sehen, dafür hatten zahlreiche Medienvertreter ihre Kameras aufgebaut.

Damit Flugzeuge und Crews nicht in Übersee stranden, begann die Lufthansa bereits am Montagnachmittag, Strecken zu annullieren. Es ist der vierte Ausstand der Piloten in den vergangenen Wochen.

Videobotschaft des Konzernchefs

Angesichts des erneuten Piloten-Streiks bei der Lufthansa hat sich Konzernchef Carsten Spohr am Dienstag in einer Videobotschaft direkt an die Kunden seiner Firma gewandt. Angesichts des "längsten Streikes in der Geschichte des Unternehmens" wolle er um Verständnis bitten für die Auswirkungen des Arbeitskampfes auf die persönlichen Reisepläne, sagte Spohr.

Die Konzernführung trage nicht nur für die 5000 Piloten Verantwortung, die sich derzeit an dem Streik beteiligten, "und damit die Hälfte unserer Pilotenschaft, sondern für die gesamten 120.000 Mitarbeiter unserer Lufthansa", warb Spohr für die Haltung der Unternehmensleitung in dem Tarifkonflikt. Die Lufthansa wolle auch in Zukunft "die besten Mitarbeiter der Branche an uns binden, fair behandeln, fair bezahlen".

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit kämpft mit den Streiks für eine Beibehaltung der betriebsinternen Frührente für die 5400 Flugzeugführer der Airline. Zudem geht es Cockpit darum, die Pläne der Konzernspitze für neue Billig-Airlines zu abzumildern. Die jüngste Verhandlungsrunde zwischen den Tarifparteien war Ende voriger Woche gescheitert.

ul/wen (dpa/afp)

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