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Kultur

Pilger strömen nach Rom

Bis zu einer halben Million Pilger werden zur Amtseinführung von Papst Benedikt XVI. auf dem Petersplatz in Rom erwartet. Der Gottesdienst beginnt am Sonntagvormittag (24.4.).

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Papst Benedikt XVI. bei seiner ersten öffentlichen Audienz

Zur feierlichen Amtseinführung werden neben huntderttausenden Pilgern etwa 140 Gesandtschaften aus aller Welt erwartet, unter ihnen auch mehr als 30 Staats- und Regierungschefs. Die deutsche Delegation mit Bundespräsident Köhler und Bundeskanzler Schröder an der Spitze reiste am Samstag (23.4.) nach Rom.

Päpstliche Insignien

Die Messe wird vom chilenischen Kardinal Jorge Arturo Medina Estevez zelebriert, der bereits die Wahl des vormaligen Kardinals Josef Ratzinger zum Papst verkündet hatte. Bei dem Gottesdienst erhält das neue Kirchenoberhaupt die päpstlichen Insignien: den Fischerring und das Pallium, ein mit schwarzen Kreuzen besticktes weißes Band aus der Wolle eines gesegneten Lamms, das der Papst und die Erzbischöfe um den Hals tragen.

Erste öffentliche Audienz

Papst Benedikt mit Kreuz

Benedikt XVI. grüßt die Menge am Tag seiner Wahl

Am Samstag empfing der neue Papst rund 4.000 Journalisten im Vatikan. Bei der Audienz dankte er ihnen für ihre Arbeit. Die Berichterstattung über den Tod von Johannes Paul II. und seine Wahl habe den mehr als eine Milliarde Katholiken weltweit die Möglichkeit gegeben, an den ergreifenden Ereignissen teilzunehmen. Benedikt XVI. sagte, er wolle den "herzlichen Dialog" fortführen, den sein Vorgänger mit den Medien aufgenommen habe.

Papst auf Tuchfühlung?

An mehreren Standorten in Rom soll die Amtseinführung auf Großbildschirmen übertragen werden. Für die Zeremonie trafen die römischen Behörden strengste Sicherheitsvorkehrungen. Der Leiter der italienischen Zivilschutzbehörde, Guido Bertolaso, schloss nicht aus, "dass der Heilige Vater eine angenehme Überraschung für uns auf Lager hat - vielleicht ein Bad in der Menge nach dem Gottesdienst."

Personal-Spekulationen

Kardinal Karl Lehmann auf dem Weg zum Papst

Kardinal Karl Lehmann in Rom

Einen Tag vor der Amtseinführung kursierten Personal-Spekulationen. Presseberichten zufolge soll der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Lehmann, nach Rom berufen werden. Der Kardinal wies das allerdings als Spekulation zurück. Am Montag tritt der ständige Rat der Bischofskonferenz in Mainz zu einer ersten Beratung nach der Papstwahl zusammen. (je)

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