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Kultur

Picassos "Lebensfreude" sorgt für Besucherrekord in Münster

Das Picasso-Museum Münster hat mit der Werkschau des Künstlers aus dem südfranzösischen Antibes in vier Monaten mehr Besucher angelockt als sonst im ganzen Jahr. Weit mehr als 80.000 Kunstanhänger sahen sich die rund 120 Gemälde, Skulpturen und Keramiken Pablo Picassos (1881-1973) an. "Es ist definitiv die erfolgreichste Ausstellung seit Gründung des Picasso-Museums Münster vor sieben Jahren", sagte dessen Geschäftsführerin Andrea Gläßer der dpa. Durchschnittlich kommen sonst jedes Jahr rund 58.000 Besucher in das auf Picasso-Grafiken spezialisierte Haus.

Unter dem Leitmotiv "La joie de vivre" (Lebensfreude) - so auch der Titels eines Gemäldes - waren auch Skulpturen und Keramiken zu sehen, die Picasso während seines Aufenthaltes im "Château Grimaldi" in Antibes geschaffen hatten. Die meist aus dem Spätsommer 1946 stammenden Werke sollten nach dem Wunsch des spanischen Jahrhundertkünstlers den Mittelmeerort eigentlich nie verlassen. Erst die nötige Renovierung des Mittelalter-Schlosses und die Einwilligung der Picasso-Erben machte es möglich.

Münster war die vierte Station einer mehrjährigen Reise der Bilder. Nach Málaga, der Geburtsstadt Picassos, Barcelona und Venedig kamen die Werke dank enger Antibes-Kontakte von Münsters Museumsdirektor Markus Müller nach Münster. Nun gehen sie weiter nach Übersee ins kanadische Québec, bevor das aufwendig sanierte Picasso-Museum in Antibes 2008 wieder eröffnet wird.