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Wirtschaft

Phönix aus der Asche

Die Schweizer haben wieder eine nationale Fluggesellschaft. Mit der Flugnummer LX 2991 ist am Sonntag (31.3.) zum ersten Mal eine Maschine der neuen Fluggesellschaft Swiss gestartet.

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Auferstanden aus Ruinen: Die neue Swiss hebt ab

Der Jungfernflug der Swiss führte von Basel nach Zürich und verlief erfolgreich. An Bord befanden sich nach Angaben des Unternehmens Swiss-Geschäftsführer André Dosé sowie weitere Mitglieder der Swiss-Geschäftsleitung. Der 82-sitzige Jumbolino AVRO RJ 85 war mit 65 Passagieren besetzt.

Schweizer Prestigeobjekt

Die Swiss ist die Nachfolgerin der in Konkurs gegangenen Swissair. Sie zählte über Jahrzehnte zu den prestigeträchtigsten Fluggesellschaft der Welt. Im Herbst vergangenen Jahres kam dann das Aus. Die Branchenkrise durch die Terroranschläge in den USA war dabei nur der letzte Auslöser.

Die 71 Jahre alte Swissair war schon zuvor heftig ins Trudeln geraten. Für 2000 musste das Unternehmen aufgrund eines zu starken Expansionskurses in Europa einen Milliardenverlust verkünden. Durch die Turbulenzen der Gesellschaft geriet auch der deutschen Ferienflieger LTU in die Krise, an der die Schweizer damals 49,9 Prozent hielten. Das Düsseldorfer Unternehmen schrammte nur knapp am Bankrott vorbei.

Ende eines Symbols

Nicht nur wirtschaftlich war der Kollaps der Swissair ein Debakel für die erfolgsverwöhnte Schweiz. Die Schweizer hingen auch emotional an der Gesellschaft. Jahrzehntelang war die Swissair ein nationales Symbol. Die Schweiz ohne internationale Airline - das schien undenkbar. So wurde mit Bund und Kantonen im Rücken ein milliardenschwerer Plan für eine Wiedergeburt um die Swissair-Regionaltochter Crossair geschmiedet.

Swissair ist tot, es lebe Swiss

Das unrühmliche Ende der Swissair ist für die Schweizer Schnee von gestern. In zahlreichen Zeitungsanzeigen in Englisch und in den vier Landessprachen Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch wurden sie auf die neue Swiss vorbereitet. "Willkommen bei der schweizerischsten Fluggesellschaft der Welt", hieß es in den Inseraten.

Überzeugen will Swiss, die 126 Zielorte, davon 40 außerhalb Europas anfliegt, vor allem durch Qualität und Service. Unter dem Markennamen Swiss werde die neue Fluggesellschaft zeigen, dass viele der weltweit anerkannten, typischen Schweizer Werte genau jene seien, die man für eine hervorragende Fluggesellschaft brauche. (mik)

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