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Pflege

Pfleger kümmern sich um ihre alten und kranken Mitmenschen. Für alte Gebäude und Kunstwerke ist der Denkmalpfleger zuständig. Doch auch zwischenmenschliche Beziehungen brauchen Pflege.

"Die Zukunft ist auch nicht mehr das, was sie einmal war". Hinter diesem scheinbar so unsinnigen Kalauer steckt etwas Wahres, eine durchaus ernstzunehmende Feststellung. Vor allem, wenn wir an Rente, Altersvorsorge und Pflegeversicherung denken. Was früher sicher beziehungsweise gesichert schien, ist morgen ungewiss und mit großen Fragezeichen versehen.

Wortursprung

Eines wird es aber auch zukünftig geben: Die Pflege. Sie ist eine zutiefst menschliche Angelegenheit, wenn auch nicht unabhängig von sächlichen Voraussetzungen, von Geld und von sozialen Einrichtungen. Pflege kann viel bedeuten. Pflegen ebenfalls. Unser Stichwort gehört zu den oft und vielfältig benutzten Begriffen.

Der Ursprung des Wortes lässt den sicheren Schluss zu, dass es sich in seiner Grundbedeutung um einen Ausdruck des Rechtswesens handelt. Etwa: "einstehen für etwas", "sich verbürgen". Die weitere Entwicklung der Wortgeschichte zeigt, dass Pflege und pflegen zu offiziellen Wörtern wurden im Sinne von ‚kraft Amtes etwas verantwortlich leiten und versorgen‘. Pflege ist sorgende Obhut, bedeutet liebevolle Verantwortung für den anderen übernehmen.

Pflege als Hilfe

Bleiben wir zunächst bei der Pflege, die wir einem Menschen angedeihen lassen. Wir sprechen von liebevoller, aufopfernder Pflege, wir übernehmen die Pflege eines Kranken oder eines Kindes, das ganz besonderer Pflege bedarf.

Wenn es keine leiblichen Eltern mehr hat, oder diese, aus welchen Gründen auch immer, nicht in der Lage sind, ihr Kind aufzuziehen, gibt es die Möglichkeit, es in die Obhut von Pflegeeltern zu geben. Pflege bewahrt und beschützt. Das Gegenteil von Pflege im Falle des Kindes wäre Verwahrlosung. Vergleichbar dem Garten, der – nie gepflegt – zur von Unkraut überwucherten Wildnis wird.

Erhaltung oder Wiederherstellung?

Dass Pflege auch Erhaltung bedeutet, wird im Begriff Denkmalpflege ganz deutlich. Und ein Drittes kann Pflege sein: Das Wiederherstellen von zeitweise nicht mehr Vorhandenem, von etwas, das verloren gegangen schien.

Es findet sich dies in der Krankenpflege, die Gesundung anstrebt und an deren Ende die wiederhergestellte Gesundheit stehen kann. Bei altersbedingter Pflegebedürftigkeit oder bei behinderten Menschen kann dieser Zustand nicht mehr hergestellt werden.

Teure Pflege

Pflege sollte sich stets nach den Bedürfnissen des Anderen richten. So gesehen ist Pflege durchaus auch eine Form der Nächstenliebe. Wohl die meisten Pflegerinnen und Pfleger in Krankenhäusern, Altenheimen und Sozialstationen üben ihren Beruf in dieser Überzeugung aus.

Die muss man auch haben, denn Pflegeberufe sind miserabel bezahlt; und der überall herrschende so genannte Pflegenotstand, sprich der Mangel an Pflegepersonal, hat nicht zuletzt seine Ursache darin. Pflege kostet Geld. Und weil das so ist, wurde in Deutschland die Pflegeversicherung eingeführt. Die ist allerdings weder eine Garantie für angemessene Pflege, noch ist sie, wie das im Wirtschaftsdeutsch heißt, "kostendeckend".

Beziehungspflege

Pflege, haben wir gesagt, dient unter anderem dem Erhalt eines Zustands, und damit ist nicht nur Gesundheit und das 300 Jahre alte Fachwerkhaus gemeint, sondern auch das, was man zwischenmenschliche Beziehungen nennt. Man pflegt Freundschaften, sollte den Umgang miteinander am Arbeitsplatz pflegen; auch Partnerschaften bedürfen durchaus der Pflege, wenn sie nicht in Gleichgültigkeit und Routine erstarren sollen.

Dazu gehört auch, dass man oder frau sich selbst pflegt, denn gute Kontakte pflegen sich leichter, wenn das Gegenüber über ein gepflegtes Äußeres verfügt. Es soll ja pflegeleichte Beziehungen und sogar pflegeleichte Babys geben; was auch immer man darunter verstehen mag, es klingt ziemlich oberflächlich.

Kleiderpflege

Bei pflegeleichten Textilien – und die gibt es wirklich – ist klar, was gemeint ist: Kein grobes Vollwaschmittel, meist nicht Schleudern, nicht in den Trockner und maximal 40 Grad Waschtemperatur; Bügeln nur bei Stufe eins. Mit anderen Worten: Pfleglich mit den Blusen und Hemden umgehen. Wie im Einzelnen, das kann man den Pflegekennzeichen der Wäschestücke, die als Etikett eingenäht sind, entnehmen.

Fragen zum Text

Was machen Denkmalpfleger beruflich?

1. Sie malen alte Denkmäler an, damit sie moderner aussehen.

2. Sie restaurieren Denkmäler und schützen sie vor Verwitterung und Zerstörung.

3. Sie leisten alten Denkmälern Gesellschaft und sprechen mit ihnen.

Warum spricht man in Deutschland von einem Pflegenotstand?

1. Weil es zu viele Pfleger gibt und zu wenig alte Leute.

2. Weil es zu wenig Pflegepersonal und nicht genug Geld gibt.

3. Weil es nicht genug Pflegeheime gibt.

Wenn etwas pflegeleicht ist, dann …

1. muss man sich sorgfältig darum kümmern.

2. braucht es nicht soviel Pflege.

3. ist es leicht zu verstehen.

Arbeitsauftrag

Stellen Sie sich vor, Sie sind Leiter eines modernen Altenpflegeheimes. Sie suchen dringend einen neuen Mitarbeiter/ eine neue Mitarbeiterin und möchten in der Zeitung eine Stellenanzeige veröffentlichen:

Altenpfleger/in gesucht

Entwerfen Sie in Partnerarbeit eine Stellenanzeige. Gehen Sie dabei auf folgende Punkte ein: Was erwarten Sie von den Bewerbern (z.B. Erfahrung, Charaktereigenschaften)? Was können Sie den Bewerbern bieten (z.B. Arbeitsbedingungen, nette Kollegen)?

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