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Deutschland

Peter Limbourg ist neuer DW-Intendant

Peter Limbourg wird neuer Intendant der Deutschen Welle. Das gab der Vorsitzende des Rundfunkrates, Valentin Schmidt, nach der Sitzung des Aufsichtsgremiums in Berlin bekannt.

Peter Limbourg, derzeitiger Informationsdirektor von ProSiebenSat.1 TV Deutschland, wird neuer Intendant der Deutschen Welle und Nachfolger von Erik Bettermann, dessen Amtszeit am 30. September endet.

Peter Limbourg wird neuer Intendant der Deutschen Welle

14 Ja-Stimmen, eine Nein-Stimme, zwei Enthaltungen: Der 17-köpfige Rundfunkrat hat den derzeitigen Informationsdirektor von ProSiebenSat.1 TV Deutschland auf Vorschlag einer Findungskommission im ersten Wahlgang mit großer Mehrheit zum Nachfolger von Erik Bettermann gewählt. Die Amtszeit des 68-Jährigen endet am 30. September. Er steht seit 2001 an der Spitze des deutschen Auslandssenders und hat dessen Neuausrichtung geprägt.

"Peter Limbourg bringt beste Voraussetzungen mit, die Deutsche Welle als modernes Multimediaunternehmen weiter zu stärken und damit die internationale Medienpräsenz Deutschlands zu verbessern. Er ist nicht nur ein erstklassiger Journalist mit internationalem Hintergrund und ausgezeichneten Sprachkenntnissen, sondern auch ein ausgewiesener Medienmanager", sagte Valentin Schmidt, der Vorsitzende des Rundfunkrates.

Sprachenvielfalt und Multimedialität weiterentwickeln

Erik Bettermann, Intendant der Deutschen Welle (Foto: DW)

Erik Bettermann: Zwölf Jahre lang Intendant der Deutsche Welle

Der 52-jährige Limbourg dankte dem Rundfunkrat für das große Vertrauen. "In den kommenden Jahren maßgeblich daran mitzuwirken, wie unser Land in der Welt wahrgenommen wird, ist eine Herausforderung, der ich mich mit aller Kraft widmen werde. Die Programme der Deutschen Welle gehören seit meiner Jugend, die ich im Ausland verbracht habe, zu meinem Erfahrungsschatz. Gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern möchte ich das journalistische Profil, die Sprachenvielfalt und Multimedialität des Senders weiterentwickeln. Die Zusammenarbeit mit ARD-Landesrundfunkanstalten und dem ZDF zu intensivieren, ist ein weiteres Ziel, das ich mir gesetzt habe."

Peter Limbourg studierte nach dem Wehrdienst Rechtswissenschaften in Bonn, wo er 1987 das erste juristische Staatsexamen ablegte. Von 1988 bis 1989 volontierte er bei der Deutschen Fernsehnachrichten Agentur (DFA) in Bonn und London. Nach einer Station als Reporter in der DDR mit Sitz in Leipzig war er seit 1990 als Europa- und NATO-Korrespondent für die DFA und SAT.1 in Brüssel tätig. 1996 übernahm er das Bonner Büro von ProSieben, 1999 wurde er zum Co-Chefredakteur von N24 und Politikchef von ProSieben berufen, 2001 zusätzlich auch von SAT.1. In den Jahren 2004/05 und 2008/09 arbeitete Limbourg als Geschäftsführer von Pool TV, einem Gemeinschaftsunternehmen der Privatsender in Berlin. Zwischen 2008 und 2010 verantwortete er als alleiniger Chefredakteur das Programm von N24. Seit 2008 ist er Hauptmoderator der SAT.1 Nachrichten, seit 2010 Informationsdirektor von ProSiebenSat.1 TV Deutschland (Senior Vice President News & Political Information).

Limbourg ist Vorsitzender der Jury des Medienpreises des Deutschen Bundestages, Jurymitglied des Axel Springer Preises für junge Journalisten, Berater in der publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz und Mitglied in der Diözesanleitung der Malteser. Der gebürtige Bonner wuchs in Rom, Paris, Athen und Brüssel auf. Limbourg ist verheiratet und Vater von drei Kindern.

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