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Kultur

Peter Handke verzichtet auf Buchpreis-Nominierung

Der österreichische Schriftsteller Peter Handke verzichtet auf die Nominierung seines Werkes "Die morawische Nacht" für den Deutschen Buchpreis 2008. Handke wolle zugunsten der jüngeren Autoren unter den vorgeschlagenen 19 übrigen Kandidaten zurücktreten, teilte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels am Donnerstag (4.9.2008) in Frankfurt am Main mit. Der Börsenverein hatte am 20. August mit der "Longlist" die Vorauswahl von 20 in diesem Jahr erschienenen Werken für den Deutschen Buchpreis vorgestellt. Am 17. September wird die daraus gewählte "Shortlist" mit sechs Werken bekanntgegeben, aus der am 13. Oktober der Preisträger bestimmt wird. Der Deutsche Buchpreis ist mit insgesamt 37.500 Euro für die sechs Finalisten dotiert, der Preisträger erhält davon 25.000 Euro.

Schon vor zwei Jahren hatte Handke nach einer Preis-Nominierung für Aufsehen gesorgt. 2006 sollte er den mit 50.000 Euro dotierten Heinrich-Heine-Preis 2008 der Stadt Düsseldorf erhalten. Das Preisgericht hatte sich zunächst für Handke ausgesprochen, der Stadtrat protestierte aber wegen der umstrittenen Pro-Serbien-Haltung des Autors vehement dagegen. Handke verzichtete schließlich freiwillig auf die Auszeichnung. Danach wurde die Entscheidungsbefugnis der 13-köpfigen Jury gestärkt, deren Auswahl eines Preisträgers seither endgültig ist.