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Filme

Perspektive in Aussicht

Mit der neu eingerichteten Berlinale-Sektion "Perspektive Deutsches Kino" wurde eine Plattform geschaffen für den Nachwuchsfilm - für deutsche Filme, die in anderen Sektionen so nicht zu sehen sind.

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Weg mit dem Staub vergangener Kinotage!

Im ersten Jahr allerdings ist die Auswahl nicht nur ermutigend ausgefallen.

Drei Frauen in Berlin auf der Suche nach dem Lebensglück - beim Putzen? Der Dokumentarfilm "Der Glanz von Berlin" von Antje Kruska und Judith Keil begleitet seine Protagonistinnen geduldig, neugierig aber nie voyeuristisch.

Der Glanz von Berlin Deutschland 2001 Regie Antje Kruska

Die elegante Ingeborg, die außer einer neuen Putzstelle auch einen geeigneten Lebenspartner sucht; die lustige Gisela, die tagsüber ihre Putzkolonne zum Lachen bringt und mit ihrem Mann seit 35 Jahren beneidenswert harmonische Abende verbringt; schließlich Delia, die aus Argentinien nach Europa kam, um als Malerin zu leben und heute bei betuchten Berlinern die Dachgeschossfenster putzt.

"Der Glanz von Berlin" ist als "Kleines Fernsehspiel" für das Zweite Deutsche Fernsehen entstanden. Und über die Kinotauglichkeit des Films könnte man auch geteilter Meinung sein. Aber die beiden 28-jährigen Regisseurinnen haben mit ihrem sensiblen Porträt eines der Highlights der neu eingerichteten Berlinale-Sektion "Perspektive Deutsches Kino" geschaffen.

Der deutsche Film hat eine Perspektive. Warum auch nicht. Nur auf der Berlinale hatte er lange keine. Ab diesem Jahr soll das anders werden: Der Wettbewerb zeigt vier deutsche Filme. Die traditionelle Marktschau von Heinz Badewitz heißt jetzt, eingängiger fürs internationale Fachpublikum, "German Films". Und schließlich rief Berlinale-Leiter Dieter Kosslick einen viel versprechenden neuen Mitarbeiter ins Team: Die Aufgabe des Filmjournalisten, Verleihers und Produzenten Alfred Holighaus sei es, die Verbindung zwischen der Berlinale und den Verleihern, den Rundfunksendern, dem Fernsehen und den Produzenten zu stärken. Diese Aufgabe kann Holighaus sicher problemlos erfüllen. Seine Visitenkarte ist aber die Auswahl der zehn Filme seiner Sektion.

Ein erstes Problem mag hier in der Abgrenzung zu den anderen Sektionen liegen. "Klassenfahrt" von Henner Winckler und "Bungalow" von Ulrich Köhler beispielsweise sind zwei junge deutsche Filme, die in anderen Sektionen laufen - und den "Perspektiven" gut gestanden hätten. Dort gibt es stattdessen Filme zu sehen, die auch schon auf anderen Festivals liefen - für die anderen Berlinale-Sektionen ein Tabu.

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