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Welt

Perspektive der Armen

Interview mit Nikolaus Schneider, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland , EKD zum neuen Papst und zur Ökumene.

DW: Franziskus I. ist der Name des neuen Papstes. Was ist das für ein Signal?

Das passt ins Bild. Denn Franziskus heißt ja jemand, der auch bereit ist, die Welt aus der Perspektive der Armen zu sehen, der sich für die Bewahrung der Schöpfung einsetzen wird und jemand, dem es nicht darauf ankommt, mächtig und prunkvoll aufzutreten. Jetzt sind wir ganz gespannt, wie der Papst das, was sich programmatisch mit dem Namen verbindet, auch umsetzen und leben wird.

Ist die Wahl ein Zeichen der Zuversicht, was die Ökumene anbetrifft? Papst Benedikt hat da ja nicht so entscheidende Schritte gewagt.

Ich weiß nicht, inwieweit sich der neue Papst ökumenisch engagiert hat. Aber ich hoffe sehr, dass er die Impulse des 2. Vatikanischen Konzils aufnimmt und verstärkt. Und dass er auch erkennt, was etwa die Reformation vor etwa 500 Jahren, ausgehend in Wittenberg mit Martin Luther, auch für die römisch-katholische Kirche alles bedeutet hat. So dass wir einen neuen Zugang zueinander finden können. Manchmal ist es ja hilfreich, wenn jemand von außen auf uns schaut und dann die Chancen ganz neu sieht, die für uns beide da sind.

Was wünschen sie sich für die Ökumene der Zukunft?

Für die Ökumene der Zukunft wünsche ich mir, dass wir zu einem kräftigen Zeugnis des Evangeliums in der Lage sind. Das bedeutet: Heil und Wohl für den einzelnen Menschen. Und ein faires, gerechtes Zusammenleben in Frieden für die Gesellschaften.