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Kultur

Personalisierte Sargmode in Ghana

Kunstvolle Spezialsärge zeugen in Ghana vom Erfolg des
Verstorbenen - und müssen selbstredend zu Leben und Beruf des Verstorbenen passen. "Als Zimmermann kann man sich in einem Hammer beerdigen lassen, als Jäger in einem Löwen", listet Sargverkäufer Acquah auf, während er an Särgen in Form von Autos, Hühnern und Schlangen vorbeiläuft. Wohlhabende Taxifahrer in Accra lassen sich in einem Sarg in Autoform beerdigen, Viehzüchter in hölzernen Kühen, christliche Prediger in einer Bibel aus Holz. Als Pilot kann man sich ein nachgebautes Ghana-Airways-Flugzeug wünschen - mit zusammenfaltbaren Flügeln, damit der Sarg ins Grab passt.

Nur die reichen Ghanaer können sich den Luxus eines Spezialsargs für ihre verstorbenen Angehörigen leisten. Alle Sarg-Spezialisten sind Schüler von Kane Kwei, der die Särge in Form von Tieren und Gegenständen in den 1950er Jahren eingeführt haben soll. Mittlerweile verkauft Anang Nachf. 80 bis 100 Spezialsärge pro Jahr. 1996 waren es gar 150. Für umgerechnet rund 300 Euro ist eine Sonderanfertigung zu haben - mehr als der doppelte Preis eines normalen Sarges.

  • Datum 27.09.2003
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  • Permalink http://p.dw.com/p/475u
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