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Volontariat

Personalie: Ein Abschied, der schwer fällt

Mit dem Jahr 2012 ging eine DW Akademie-Ära zu Ende: Bernhard Graf von der Schulenburg, Leiter der journalistischen Ausbildung, wurde in den Ruhestand verabschiedet.

Am liebsten wäre er still und heimlich gegangen, aber da musste er jetzt durch. 13 Jahre lang hat Bernhard Graf von der Schulenburg die Journalistische Ausbildung der DW geleitet, rund 300 Nachwuchsjournalisten haben bei ihm volontiert. Jetzt wurde er im Rahmen des Trainertages der DW Akademie in den Ruhestand verabschiedet.

Natürlich gab es emotionale Worte, kreative Geschenke und Tränen. In seiner Dankesrede zeigte sich Graf Schulenburg bewegt von den vielen Sympathiebekundungen. "Ich habe in den vergangenen Wochen ein ganz fieses Gefühl in mir festgestellt. Ich konnte über meinen Abschied weder nachdenken, geschweige denn darüber reden. Und ich habe nicht gewusst, dass ich so nah am Wasser gebaut bin. Jetzt habe ich festgestellt: Ich bin mitten im Wasser gebaut."

Dabei seien ihm Abschiede eigentlich längst zu Routine geworden angesichts der vielen Volo-Jahrgänge, die er verabschieden musste. "Es gibt einen Spruch: Nirgendwo wird so viel geschwindelt wie vor der Ehe und nach der Jagd. Ich ergänze das jetzt: Nirgendwo wird so viel geschwindelt wie auf Abschiedsfeten. Aber ich kann euch sagen, ich habe hier nur meinen Job gemacht."

Und um eben diesen "Job" ging es bei einem besonderen Geschenk: Ein Buch, das die langjährigen Trainer der journalistischen Ausbildung eigens für ihren Chef geschrieben haben. "Kill your Darlings", verlegt im LIT Verlag, ist eine Festschrift und ein Handbuch für die Journalistischenausbildung, die dem ehemaligen Leiter Bernhard Graf von der Schulenburg gewidmet ist. Es ist eine Verneigung vor "dem System Schulenburg" - und zugleich ein Plädoyer für Qualität in der journalistischen Ausbildung.

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