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Reise

Pergamonaltar in 3D zu sehen

Der Pergamonsaal und der Pergamonaltar der Staatlichen Museen zu Berlin sind erstmals im Internet zu betrachten. Der antike Schatz auf der Museumsinsel ist wegen Renovierung in echt erst wieder 2023 zu bewundern.

Das digitale Modell des weltberühmten Pergamonaltars setzt sich aus 580 Millionen Dreiecken zusammen. Einen ersten Eindruck gibt es auf der Homepage des Museums.

Das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung stellte in Berlin das Ergebnis eines hochkomplizierten und aufwendigen Scan-Projekts vor. "Damit kann eines der bedeutendsten Denkmäler der Antike auf eine ganz besondere Weise neu erlebt werden", sagte Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, zu deren Bestand der Pergamonaltar gehört.

Zwei Wochen vor der Teilschließung des Pergamonmuseums wegen Renovierung im Herbst 2014 scannten Fachleute den mehr als 2000 Jahre alten Altar in einem hochkomplizierten Verfahren ein: Das 113 Meter lange originale Wandrelief wurde zeilen- und spaltenweise genaustens abfotografiert. Ein Laserscanner, nach und nach an 51 Stellen positioniert, erfasste den ganzen Raum.

Nach Meinung der stellvertretenden Museen-Generaldirektorin Christina Haak zeigt das Modell den raumfüllenden Altar genauer und umfassender, als die Besucher ihn im Museum erleben können - "es sei denn, wir gäben ihnen eine Leiter in die Hand".

Auch für die Wissenschaft soll die Anwendung von höchstem Wert sein, weil nicht mehr am Originalkunstwerk geforscht werden muss. Möglicherweise ließen sich sogar die Teile des Altars elektronisch zusammensetzen, die bisher nicht zugeordnet werden konnten.

Das Pergamonmuseum, eigens für den Altar gebaut, ist mit jährlich mehr als einer Million Besuchern Berlins größtes und beliebtestes Museum.

is/jf (dpa)

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