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Sport

Perfekter Saisonauftakt für Sebastian Vettel

Gleich im ersten Rennen der neuen Formel-1-Saison ist Weltmeister Vettel der Konkurrenz auf und davon gefahren. Für Michael Schumacher und die anderen deutschen Fahrer hätte es dagegen kaum schlechter laufen können.

Sebastian Vettel (Foto: AP)

Vettel beginnt, wo er aufgehört hat: auf Platz 1

Galastart für Sebastian Vettel und Red Bull, Desaster für Michael Schumacher und Mercedes: Während Schumacher und sein Teamkollege Nico Rosberg nicht mal die Hälfte des Großen Preises von Australien am Sonntag (27.03.2011) überstanden, fuhr Vettel von der Pole-Position aus ungefährdet den elften Sieg seiner Karriere ein.

"Sehr cool"

"Ein fantastisches Rennen. Sehr cool. Exzellentes Auto, exzellente Stopps", freute sich Vettel über den Boxenfunk. Chancenlos, den 23 Jahre alten Weltmeister aus Heppenheim jemals ernsthaft zu gefährden, landete der britische Ex-Champion Lewis Hamilton im McLaren auf dem zweiten Platz. Dritter auf dem 58 x 5,3 Kilometer langen Kurs im Albert Park von Melbourne wurde überraschend der Russe Witali Petrow vor dem enttäuschenden Fernando Alonso im Ferrari und Mark Webber im zweiten Red Bull. Lotus-Renault-Fahrer Petrow sorgte damit für den ersten Podestplatz eines russischen Piloten in der Königsklasse des Motorsports.

Der Red Bull von Sebastian Vettel (Foto: AP)

Schon wieder Weltmeisterlich: Sebastian Vettel in seinem neuen "Red Bull"

Nach seiner Gala-Vorstellung im Qualifying am Samstag dominierte Vettel auch das Rennen am Sonntag scheinbar nach Belieben und gewann am Ende mit 22,2 Sekunden Vorsprung auf Hamilton. Ein Tag zum Vergessen war es für die übrigen fünf deutschen Piloten. Michael Schumacher musste die nach Startplatz elf ohnehin schon getrübten Hoffnungen schnell ganz begraben. Nachdem ihm Jaime Alguersuari mit seinem Toro Rosso ins Heck gefahren war, geriet der Kerpener aufs Kiesbett und musste seinen Silberpfeil auf der rechten Felge an die Box manövrieren.

Michael Schumacher (Foto: AP)

Ausgeschieden: Ex-Weltmeister Michael Schumacher

Schumacher fiel daraufhin ans Ende des Feldes zurück und musste nach nicht mal einem Drittel des Rennens über insgesamt 307,5 Kilometer die ersten Überrundungen über sich ergehen lassen. In Runde 20 stellte der 42-jährige Schumacher, der nach seiner Testbestzeit vor dem WM-Start sogar als Favorit gehandelt worden war, seinen Silberpfeil frustriert ab. "Irgendwann hat das Team dankenswerterweise gesagt, das hat keinen Sinn mehr", meinte Schumacher und resumierte ehrlich. "Auch ohne die Kollision, wäre es wohl schwer geworden heute. Wir müssen jetzt analysieren, warum wir es nicht geschafft haben, die Leistung aus den Testfahrten über das gesamte Rennwochende hier in Australien auf die Strecke zu bringen."

Keine Chance aufs Vorderfeld

Als wäre das Wochenende für Mercedes nicht schon düster genug gewesen, musste kurz danach auch noch Schumachers Kollege Rosberg seinen Wagen im Gras abstellen. Ursache war ein Crash mit Rubens Barrichello, der dem Wiesbadener völlig unnötig ins Auto fuhr. Von den anderen deutschen Formel-1-Piloten kam lediglich Adrian Sutil im Force India in die Punkte. Er wurde Neunter. Nick Heidfeld im Lotus Renault fuhr auf Rang 12, Timo Glock im Marussia Virgin erreichte das Ziel als 15. Glock hatte seinen Boliden schon mit Defekt in der Box abgestellt, stieg dann aber doch noch einmal ein und fuhr mit neun Runden Rückstand ins Ziel.

Sutil, Heidfeld und Glock profitierten allerdings von der nachträglichen Disqualifikation der beiden Sauber-Piloten Sergio Perez und Kamui Kobayashi, die wegen irregulärer Heckflügel aus der Wertung genommen wurden.

Autor: Christian Walz (dpa, sid)
Redaktion: Herbert Peckmann

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